Bild: WOA Festival GmbH
Nur noch etwas mehr als drei Monate, dann geht es endlich wieder nach Wacken. Und mal ehrlich: Wer irgendetwas mit harter Gitarrenmusik anfangen kann, muss mindestens einmal im Leben auf dem Holy Ground gewesen sein – das Wacken Open Air ist schließlich nicht umsonst Kult. So werden auch in diesem Jahr Zigtausende Metalheads aus Deutschland und der ganzen Welt in das schleswig-holsteinische Dorf pilgern, um sich die volle Dröhnung zu geben. Die Party steigt vom 29. Juli bis 01. August – vier Tage voller Musik, Party, Gemeinschaft und, wie die Erfahrung vergangener Jahre zeigt, Matsch. Wobei, in Bezug auf den Matsch, der den Festivalspaß mitunter etwas trüben kann, haben sich die Veranstalter in diesem Jahr etwas einfallen lassen. Aber dazu später mehr.
Viel wichtiger zunächst: Welche Bands spielen denn 2026 in Wacken? Ganz frisch bestätig sind Sabaton, die das Festival als Headliner am Samstag mit einem Knall abschließen werden. Los geht es jedoch bekanntlich schon am Mittwoch, auch wenn hier noch nicht die ganz großen internationalen Acts auf der Bühne stehen. Mit Hämatom, Rose Tattoo, The Gathering, Lacuna Coil und vielen anderen hat der Wacken-Wednesday gleichwohl einiges zu bieten. Am Donnerstag, den 30. Juli, werden Def Leppard, Savatage und Europe die „Faster & Harder“-Stage beschallen. Turbonegro, Yngwie Malmsteen, Life of Agony, Therapy?, P.O.D. und Uli Jon Roth treten ebenfalls am Donnerstag auf. Als Freitags-Headliner konnte das Wacken Open Air Judas Priest verpflichten. Neben der britischen Heavy Metal-Legende gehören In Flames, Running Wild, Saxon, Sepultura, Emperor, Black Label Society und Danko Jones sowie zahlreiche weitere Bands aus diversen Metal-Subgenres zum Line-up des dritten Festivaltages.
Bleibt der Samstag, an dem Sabaton das Infield in Schutt und Asche legen werden. Im Gepäck haben die Schweden ihr aktuelles Album „Legends“, mit dem sie Ende letzten Jahres durch Deutschland getourt sind. Ob die Bühnenshow in Wacken wohl ähnlich spektakulär wird wie die Produktion auf besagter Tour? Eine Hammer-Show mit aufwendigem Bühnenbild und Pyro-Effekten satt darf man von Sabaton in jedem Fall erwarten. Ganz ähnlich sieht es bei Powerwolf aus, die als zweiter Hauptact am Samstag auftreten. Darüber hinaus kommen auch Metalfans, die mit Power-Metal nichts anfangen können, am finalen Wacken-Tag auf ihre Kosten. Etwa bei Arch Enemy (mit neuer Sängerin), Lamb of God, Nevermore, Alestorm, Airbourne, Triptykon oder Thy Art Is Murder – von Hardrock bis Deathcore sind nahezu alle Metal-Spielarten vertreten.
Wohlgemerkt machen die Genannten lediglich einen Bruchteil des gesamten Billings aus. Immerhin gibt es auf dem W:O:A acht Bühnen – reichlich Platz für jede Menge namhafte Bands und aufstrebende Newcomer. Und das Beste: Es gibt noch Tickets.
Zum Schluss noch das oben versprochene Update in Sachen Matsch: Wer schon einmal in Wacken war, hat dieses Problem des Ackergeländes wahrscheinlich am eigenen Leib erfahren. Nach Regenfällen versinkt dort alles in braunem Schlick. Zwar macht die Festivalmeute getreu dem Motto „Rain or shine“ jedes Mal das Beste daraus, aber noch schöner wäre es, wenn man nicht ständig stecken bleiben würde. 2026 sollen daher vor den Hauptbühnen ausgelegte Platten aus Kunststoff oder Holz Abhilfe verschaffen – auf einer Fläche von insgesamt 10.000 Quadratmetern. Auch die stark frequentierten Wege zwischen den Bühnen und zu den Zeltplätzen sollen vor Matsch geschützt werden. Nach diesen guten Nachrichten bleibt nur noch zu sagen: Ticket sichern und dann auf nach WAACKEEEEN!