Bild: Jonathan Pushnik
Auch wenn ihr epischer Doom Metal alleine allemal ausreichen würde, um Heavy-Fans weltweit für sich zu gewinnen – Castle Rat begnügen sich nicht damit, einfach gute Musik zu machen. Sie haben eine Vision! Mit dieser sorgen die New Yorker seit einiger Zeit zunehmend für Aufsehen. Beim Aufstieg aus dem Untergrund auf die Bühnen der Welt hält Sängerin „The Rat Queen“ Riley Pinkteron das Zepter fest in der Hand. Wobei das Zepter in ihrem Fall eine Gitarre ist – oder gerne auch ein Schwert. Auf ihrer Mission, „The Realm“ zu vergrößern, erhält „The Rat Queen“ tatkräftige Unterstützung von „The Count“, „The Plague Doctor“ und „The All-seeing Druid“, die im echten Leben Franco Vittore, Charley Ruddell und Josh Strmic heißen und Leadgitarre, Bass und Schlagzeug spielen. Und dann ist da noch „The Rat Reaperess“ – der Tod persönlich und erbitterte Erzfeindin der „Rat Queen“. Vor diesem Hintergrund und inspiriert von Black Sabbath und Frank Frazetta, zelebrieren Castle Rat theatralische Live-Shows voller Bestien, Magie und sexy Kampfszenen. Was genau man sich darunter vorstellen darf und was es mit „The Realm“ eigentlich auf sich hat, haben Castle Rat kürzlich bei ihrer KEXP-Session demonstriert. In Windeseile verzeichnete die Aufzeichnung mehrere Hunderttausend Aufrufe.
2019 gegründet, haben Castle Rat bislang zwei Alben releast: „Into the Realm“ 2024 und „The Bestiary“ im September 2025. Am 17. April erscheint ein Reissue des aktuellen Albums zunächst als limitierte „Zoetrope“-Vinyl-Edition; ab 29. Mai gibt es „The Bestiary“ dann neu aufgelegt auf CD sowie in zwei weiteren Vinyl-Versionen. Die ersten beiden bei KEXP performten Songs, „Wizard“ und „Siren“, stammen vom aktuellen Longplayer, der dritte Track „Nightblood“ ist als Closer auf dem Erstling enthalten. Zu „Siren“ haben Castle Rat zudem ein stilechtes Musikvideo veröffentlicht – und der von Riley Pinkterton konzipierte und gedrehte Clip beweist mal wieder: Die Ästhetik und das Gesamtkonzept dieser Truppe sind einfach something else.
Wenn Story, Kostüme und Bühnenzauber derart identitätsstiftend sind, besteht natürlich immer die Gefahr, dass die Musik auf der Strecke bleibt. Aber nicht bei Castle Rat! Mächtige Riffs und schreddende Soli, Pinkertons Stimme, die durch Mark und Bein geht, tightes Drumming – wer auf Doom steht, sollte hier dringend mal ausgiebig reinhören. Fühlt man sich dann noch in Fantasiewelten voller seltsamer Kreaturen und Schwert schwingender Babes zu Hause, könnten Castle Rat ein heißer Anwärter auf die neue Lieblingsband sein.
Lust bekommen euch das Spektakel mal live anzuschauen? Im Sommer drehen Castle Rat eine Festivalrunde durch Europa. In Deutschland verwandeln sie das Wacken und das Summer Breeze Open Air sowie das Hoflärm Festival in Marienthal in ein Fantasy-Schlachtfeld. Enter the Realm!