Bild: Christian Barz
Rockende E-Gitarren, gepaart mit Dudelsäcken und großen Mitsing-Refrains – so kennen und lieben die Fans Saltatio Mortis. Auf ihrem neuen Album „Finsterwacht“ erweitern die Karlsruher ihr bewährtes Konzept um die Komponente Fantasy. Zu diesem Zwecke ist das Septett eine Kooperation mit dem Rollenspiel-Klassiker Das Schwarze Auge sowie den deutschen Fantasyautoren Bernhard Hennen und Torsten Weitze eingegangen. Herausgekommen ist ein Konzeptalbum, das von einem Roman und einem Pen-and-Paper-Rollenspiel begleitet wird. Alle, die ebenso auf die Musik von Saltatio Mortis wie auf Fantasy und/oder Rollenspiele stehen, dürften sich angesichts des für den 31. Mai angekündigten „Finsterwacht“ vor Vorfreude ein Loch in den Bauch freuen.
Musikalisch liefert der „Für immer frei“-Nachfolger die bewährten Saltatio-Mortis-Trademarks, etwa den im Laufe der letzten Alben immer weiter in den Vordergrund gerückten Rock-Sound und die etwas sparsamer eingesetzten, aber nach wie vor präsenten Mittelalter- und Folk-Elemente. Auf einigen „Finsterwacht“-Songs ist darüber hinaus das Symphonieorchester der Prager Philharmoniker zu hören, was den Tracks einen epischen Anstrich und ordentlich Wumms verleiht – wie gemacht für den Fantasy-Kontext. Einige namhafte Feature-Guests bereichern das neue Werk zusätzlich, darunter Blind Guardians Oberbarde Hansi Kürsch, Peyton Parrish, das Pagan-Folk-Gespann Faun, Cellistin Tina Guo und Lacuna-Coil-Sängerin Cristina Scabbia.
Wie Rollenspiel-Affine sicherlich wissen, stammt der Albumtitel direkt aus Das Schwarze Auge. Dort ist die Finsterwacht eine Kette von Wachtürmen in Aventurien, wo sich ein Großteil der Handlung abspielt. Der Roman zum Album heißt „Die Feuer der Finsterwacht“, während das zugehörige Pen-and-Paper-Rollenspiel den Titel „Der letzte Sieg der Schwänin“ trägt und den oder die Spielende einlädt, in die Rolle des Barden Alea oder der Ritterin Farnlieb zu schlüpfen. Spannung, Spiel und Saltatio Mortis – was will man mehr?! Frontmann Alea zeigt sich jedenfalls begeistert:
„Dieses Projekt mit Das Schwarze Auge und den Autoren Bernhard Hennen und Torsten Weitze ist aus Freundschaften und Begegnungen über die Jahre entstanden und war ein absoluter Traum. Wir kommen aus dem Schaukampf und Rollenspiel und haben uns vor 25 Jahren auf Mittelaltermärkten kennengelernt. Mittlerweile haben wir die Rüstungen abgelegt und nur noch die Dudelsäcke erinnern an die Zeit. Mit diesem Album haben wir uns einen lang ersehnten musikalischen Herzenswunsch erfüllt und vereinen das, was uns den Herzen unserer Fans nach ausmacht: Rock, Metal, mal historisierend, mal eingängig. Aber immer wir!“
Das Gesamtpaket kommt in einem hochwertigen Boxset mit allem Schnick und Schnack daher und enthält „Finsterwacht“ als Digipak-CD, den Fantasyroman, das Rollenspiel sowie ein Würfelset. Einen ersten musikalischen Vorgeschmack liefern Saltatio Mortis per Snippet auf YouTube.
Tracklisting:
01. Finsterwacht
02. Schwarzer Strand
03. Vogelfrei
04. Grimwulf
05. Der Himmel muss warten
06. Aurelia
07. We might be giants
08. Feuer und Erz
09. Genug getrunken
10. Carry me
11. Oh treues Herz
Ein derart besonderes Projekt verlangt nach einer exklusiven Tour. Und eine ebensolche haben Saltatio Mortis für den Sommer 2024 angekündigt. Auf ihrer „Finsterwacht“-Burgentour tritt die Band in zehn ausgewählten historischen Locations auf.