Bild: Steve Gullick
Manchmal liegt der nächste Schritt genau dort, wo alles begonnen hat. Für Nothing But Thieves führte der Weg zu ihrem neuen Album deshalb zurück in die Angelic Studios im englischen Banbury – jene umgebaute Scheune, in der die Band vor über zehn Jahren ihr Debüt aufnahm. Nostalgie spielte dabei offenbar kaum eine Rolle. Vielmehr suchte das Quintett bewusst nach einem Ort, an dem sich Musik wieder unmittelbarer und ungefilterter anfühlen konnte. Diese Haltung prägt auch „Stray Dogs“, das neue Album der Briten, das am 25. September erscheinen soll. Nach dem konzeptionell dichten und futuristisch angelegten Vorgänger „Dead Club City“ wollten Nothing But Thieves diesmal bewusst roher klingen. „Wir wollten etwas schreiben, das ein bisschen organischer und chaotischer ist“, erklärt Gitarrist Joe Langridge-Brown. Die neue, vor wenigen Tagen veröffentlichte Single „Evolution“ liefert bereits einen ersten Eindruck davon: ein reduziertes Gitarrenriff, stetig anschwellende Dynamik und Conor Masons markante Stimme, die den Song schließlich in eine massive Klangwand treibt.
Trotz Milliarden Streams, Platin-Auszeichnungen und vier Top-10-Alben wirkt die Band dabei erstaunlich unbeirrbar. „Es geht nur darum, wie es sich für uns anfühlt“, sagt Sänger Conor Mason. „Man kann keine Songs schreiben, nur um Scheiß zu verkaufen.“ Genau diese Haltung scheint „Stray Dogs“ zusammenzuhalten: weniger Konzept, mehr Instinkt.
Nach Festivalauftritten im Sommer, Shows mit Biffy Clyro und einem Slot beim „BBC Radio 1’s Big Weekend“ kommen Nothing But Thieves im Januar 2027 auch wieder nach Deutschland. Geplant sind Konzerte in Köln, München, Ludwigsburg, Berlin und Hamburg. Tickets sind auf eventim.de ab Donnerstag, den 4. Juni um 11 Uhr erhältlich. Die geplanten Termine in Deutschland findet ihr unten in der Info-Box.