Ohne Kabel würde in dieser Fabrik auch heute nichts laufen – allerdings jagt jetzt durch den Adernverbund die Energie für vielfältige Kulturveranstaltungen. Die 1908 erbaute und in den 1970er Jahren stillgelegte Galvanisierungshalle der Leonischen Drahtwerke wurde vor über zwanzig Jahren in ein modernes Kulturhaus verwandelt, ein identitätsstiftender öffentlicher Raum für die Stadt Roth, der als Bürgerhaus mit kulturbildender Ausrichtung jedem offen steht: die Kulturfabrik.
Das Veranstaltungshaus der Stadt Roth ist ein Ort mit ausgesuchten Kulturprogrammen und unterhaltenden Veranstaltungen für jedermann. Die luftige Glaskonstruktion, welche die alten Backstein-Außenmauern der Fabrik umfängt, wird seit ihrer Eröffnung 1992 vielen Zwecken gerecht: Kabarettreihen und Konzerten, Ausstellungen, Kindertheaterwochen und Festivalbetrieb. Die jährlich stattfindenden „Rother Bluestage", deutschlandweit etabliert und mit großem Besucherzuspruch, genießen einen ausgezeichneten Ruf. Internationale Musiker und Genre-Größen gehören seit Jahren zum Programm, welches die Stadt Roth weit über die bayerischen Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Kabarett- und Comedyfans können bekannte und neue Protagonisten der deutschsprachigen Szene in der Kulturfabrik regelmäßig live erleben.
Bei allem ist das Publikum immer ganz nah dran. Maximal 15 Meter ist man im breitgelagerten Kulturfabriksaal von der Bühne und damit vom Künstler entfernt, was ein hautnahes Kulturerlebnis möglich macht. Diese intime Atmosphäre überträgt sich stets vom Künstler auf das Publikum und umgekehrt. Genauso wie bei den „Soirée im Café“-Konzerten, dem Poetry Slam oder den Lesungen in der Café-Bar.