Sie bricht Rekorde, nennt zahlreiche Grammys ihr Eigen, gehört zu den vermögendsten und angesehensten Musikerinnen der Welt und ist überdies feministische Vorreiterin und eine Ikone der afroamerikanischen Community: Beyoncé verdient jeden Superlativ, der ihr zugeschrieben wird zu einhundert Prozent. Von den Anfängen bei Destiny's Child bis zum Status einer R&B-Göttin – die gesamte Karriere der Selfmade-Woman ist schlichtweg atemberaubend. Das gilt auch für ihr musikalisches Werk. „Crazy in Love“, „Baby Boy“, „Single Ladies (Put a Ring on It)“ „Halo“, „Drunk in Love“ – die Liste der Beyoncé-Hits ist lang. Zudem konnte sie sich mit jedem ihrer Alben, darunter „Dangerously in Love“ (2003), „I Am … Sasha Fierce“ (2008), „Lemonade“ (2016) und „Renaissance“ (2022), an der Spitze der US-Charts platzieren.
Beyoncé Giselle Knowles erblickt das Licht der Welt am 4. September 1981 in Houston, Texas. Das große Interesse an Musik, Gesang und Tanz macht sich früh bemerkbar und auch ihr dahingehendes Talent bleibt nicht lange unentdeckt. Als Kind nimmt sie Tanzstunden und singt im Chor. Schließlich gründet sie gemeinsam eine R&B-Girlgroup, die ab 1998 unter dem Namen „Destiny’s Child“ gigantische Erfolge feiern sollte. Gemeinsam mit Kelly Rowland, LaTavia Roberson, LeToya Luckett und (nach dem Weggang von Luckett und Roberson) Michelle Williams ist sie verantwortlich für Klassiker der Sorte „Say My Name“, „Bills, Bills, Bills“, „Independent Women“ oder „Survivor“. Und mehr als das: Beyoncé prägt den Sound von „Destiny’s Child“ und ist nicht weniger als das Aushängeschild der Gruppe.
Durchbruch als Solokünstlerin
Als das Trio 2001 eine Pause ankündigt, starten alle drei Damen in eine Solokarriere, woraufhin die Girlgroup 2005 ihr endgültiges Ende bekannt gibt. Ein Schritt, den Beyoncé keine Sekunde bereut haben dürfte, geht es doch jetzt erst so richtig los. 2002 ist das auch als Schauspielerin tätige Multitalent in „Austin Powers in Goldständer“ zu sehen und veröffentlicht ihre erste Solosingle „Work It Out“. Die zweite Single „Crazy in Love“ (featuring Jay-Z) ist crazy erfolgreich und ebnet den Weg für eine beispiellose Solokarriere. 2003 erscheint Beyoncés Debütalbum „Dangerously in Love“ – und geht prompt durch die Decke inklusive der #1-Position im UK, in Deutschland und in den USA, wo sich die Scheibe über 100 Wochen in den Charts hält.
In schöner Regelmäßigkeit veröffentlicht „Queen Bey“ danach die Alben „B’Day“ (2006), „I Am … Sasha Fierce“ (2008, mit den Smash-Hits „Halo“ und „Single Ladies“), „4“ (2011), das selbstbetitelte „Beyoncé“ (2013 – zehn Jahre nach dem Debüt) und „Lemonade“ (2016). Bei den beiden Letztgenannten handelt es sich um Visual Albums: Bei „Beyoncé“ wird jeder Track von einem Video begleitet, „Lemonade“ findet seine visuelle Umsetzung in einem zugehörigen Kurzfilm. Jedes einzelne dieser Alben ist mehrfach mit Platin dekoriert.
Privat hat sich über die Jahre ebenfalls einiges getan: 2008 heiratet Beyoncé Rapper Jay-Z und firmiert fortan unter dem Familiennamen Knowles-Carter. 2012 kommt Töchterchen Blue Ivy Carter zur Welt, 2017 bekommt das Paar die Zwillinge Rumi und Sir Carter. Der Titel „Everything Is Love“ des gemeinsamen Albums, das Beyoncé und Jay-Z 2018 als The Carters präsentieren, zeugt vom Familienglück des schillernden Musiker-Ehepaares.
Beyoncé feiert ihre „Renaissance“
2022 erscheint das von Fans wie Musikjournalisten gefeierte siebte Album „Renaissance“ mit den Singles „Break My Soul“ und „Cuff It“. Das house- und dancelastige Werk ist eine Zelebration schwarzer und queerer Kultur und erhielt als solches viel Lob von allen Seiten. Ihre afroamerikanischen Wurzeln stellte Beyoncé schon mehrfach in den Mittelpunkt ihrer Kunst, unter anderem bei ihrem Headliner-Auftritt auf dem Coachella Festival 2018, der im Netflix-Film „Homecoming“ und auf dem gleichnamigen Live-Album für die Ewigkeit festgehalten ist. Apropos live: Dass die Fans in Scharen kommen, wenn Beyoncé auf Tour geht, versteht sich von selbst. Wenigstens einmal im Leben sollte jeder, der R&B, Pop und Soul etwas abgewinnen kann, Beyoncé live erleben.