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Metal

Avatar melden sich mit neuer Single „Captain Goat“ zurück – und gehen mit Iron Maiden, Metallica und alleine auf Tour

05.06.2025 von Nicole Pietzsch

Gut zwei Jahre ist es her, dass das aktuelle Avatar-Album „Dance Devil Dance“ mit dem Rock-Chart-Hit „The Dirt I’m Buried In“ erschien. Nun melden sich die Schweden mit einer neuen Single namens „Captain Goat“ zurück. Und die ist mal wieder ein Ohrwurm par excellence. Diesmal setzen Avatar, die das Kunststück beherrschen, sich immer wieder neu zu erfinden, auf mitreißende Shanty-Vibes. Am Steuer des Kahns sitzt kein geringerer als der Teufel persönlich, in Gestalt von „Captain Goat“. So beginnt der Song mit folgenden zum Refrain gehörenden Lyrics: „He who knows the boat, steer us clear of jagged shores. He who’s crowned with horns, row us home, Captain Goat.“ Diesen Chorus bekommt man so schnell nicht wieder aus dem Kopf. Dass es sich trotz Eingängigkeit und Schunkel-Tauglichkeit um einen waschechten Metalsong handelt, wird spätestens klar, wenn Sänger Johannes Eckerström die Worte „Oar up, head down. Drums in the storm“ in Form garstiger Growls singt. Im zugehörigen Musikvideo wird Eckerström in einem Ruderboot übers Meer gefahren – selbstredend von „Captain Goat“. Dabei kommt er unter anderem an einem Meerjungmann – verkörpert von Bassist Henrik Sandelin – vorbei. Genug der Worte, höret und sehet selbst:

AVATAR - Captain Goat (Official Music Video)



Johannes Eckerström selbst erklärt zum Track und zum Video:

Ich denke, es wird den Leuten, die 'Captain Goat' hören, sehr klar sein, dass sich die Regeln abermals geändert haben. Es wird immer Metal sein. Es wird immer Avatar sein. Wir werden niemals zweimal denselben Song machen und wir werden immer Wege finden, uns neu zu erfinden. Es ist die einzige Art dies zu tun, die wir kennen, und der einzige Weg, uns die Chance zu geben, zu versuchen, die Besten zu sein, die wir je waren. 'Captain Goat' verwendet das Motiv von Satan und der Reise des Geistes durch die Unterwelt als Meditation. Es ist eine Aushandlung mit dem harten Zustand des Seins und dem Suchen nach Akzeptanz, während man durch die unbarmherzige Dunkelheit des Lebens fährt. Im Video finden wir einen Weg, damit zu spielen, indem wir uns schamlos der Bilder aus diversen Mythen, Folklore und Legenden bedienen. Davon abgesehen ist jeder Tag, an dem ich sehe, wie sich die Jungs für eine Szene ausziehen, ein guter Tag für uns alle.“

Statt ins Boot, steigen Avatar in rund einem Monat in den Tourbus. Und statt dem Gehörnten ist dann eine gewisse britische Heavy Metal-Legende namens Iron Maiden mit von der Partie. Die nehmen das schwedische Quintett nämlich mit auf ihre „Run For Your Lives“-Tour, die in fünf deutschen Städten Halt macht. Wer in diesem Rahmen auf den Geschmack kommt – oder die Band einfach in voller Länge abfeiern will –, hat im Februar Gelegenheit, Avatar auf ihrer „A Night To Be Torn Apart“-Headliner-Tour zu erleben. Und weil aller guten Dinge drei sind, spielen Avatar nächstes Jahr auch noch im Vorprogramm von Metallica, die mit ihrer „M72 World Tour“ in Frankfurt vorbeischauen. Nach diesen drei Konzertreisen dürfte „Avatar-Country“ dann einige „Citizens“ mehr zählen.

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