Bild: Hello Bipo
Angefangen mit „Cyclone“ im September letzten Jahres, haben Future Palace in den vergangenen Monaten drei Singles veröffentlicht – und damit natürlich Spekulationen hinsichtlich eines neuen Albums angeregt. Nun bestätigt die Berliner Band den Release ihres vierten Langspielers: „Resurgence“ erscheint am 31. Juli 2026. Die Albumankündigung verbindet das Trio mit der Veröffentlichung einer weiteren Singleauskopplung. Auf „Resurge“ bewegen sich Future Palace erstmals auf Nu Metal-Terrain. Begleitet wird die neue Single von einem Musikvideo des Regisseurs Pavel Trebukhin, das unmittelbar an dessen Video zur Vorgängersingle „Deep Blue“ anknüpft.
Gitarrist Manuel Kohlert über die neue Single: „Musikalisch fühlte sich 'Resurge' schon beim Schreiben von Anfang an sehr nach Nu Metal an. Man kann es also als weiteres Experiment bezeichnen, da wir diese Art von Musik bisher noch nicht gemacht haben. Nebenbei bemerkt: Beim Schreiben des Instrumentals hatte ich ein japanisches Videospiel im Kopf, das ich als Kind wirklich mochte; der Soundtrack war ebenfalls phänomenal. Es heißt 'Solatorobo'.
Sängerin Maria Lessing fügt hinzu: „In diesem Song geht es darum, alles und jede Entscheidung, die man bisher in seinem Leben getroffen hat, anzuzweifeln. Darüber nachzudenken, wie es wäre, wenn man komplett neu anfangen und ein völlig anderer Mensch sein würde – aber auch alles und jeden opfern müsste, den man derzeit in seinem Leben hat. Es soll tiefe Verzweiflung und Selbstzweifel vermitteln. Wie würde das Leben aussehen, wenn man heute neu geboren würde?“
Weiter erklärt Lessing den Bezug zur vorherigen Single und deren Video: „Außerdem knüpft er an die Geschichte des Musikvideos zu unserer vorherigen Veröffentlichung 'Deep Blue' an. Am Ende des Videos verirrt sich die Besatzung des U-Boots im Ozean, nachdem das U-Boot gesunken ist. Ihre alte Freundin, die Sirene, die sie aufgrund eines Missverständnisses angegriffen hatte, heißt sie in einer neuen Welt wieder willkommen, doch die U-Boot-Besatzung muss ihre menschliche Gestalt opfern, um zu überleben und zu neuen Wesen zu werden.“
Und zur Stilrichtung von „Resurge“ sagt die Sängerin: „Musikalisch hat dieser Song eine starke Nu-Metal-Energie, die ein nostalgisches, aber auch modernes Gefühl vermittelt. Er soll einen packen, aber auch die Verzweiflung der Botschaft darstellen, was meiner Meinung nach am besten im Refrain zum Ausdruck kommt.“
Neben den vier bereits erschienenen enthält „Resurgence“ acht weitere Tracks. Einmal mehr verbindet die aus Lessing, Kohlert sowie Schlagzeuger Johannes Früchtenicht bestehende Band Elemente aus dem Post Hardcore mit cineastisch anmutenden elektronischen Sounds, fetten Breakdowns und eingängigen Hooks. In den Lyrics setzt sich das neue Album mit inneren Konflikten, Isolation, Depression, Zweifeln und dem Struggle, sich selbst wieder aufzubauen, auseinander. Es geht um emotionale Transformation und den kurzen Augenblick, wenn aus Verzweiflung Stärke wird.
Mit „Resurgence“ setzen Future Palace ihren recht sportlichen Turnus fort: Seit dem Debütalbum „Escape“ 2020 vergingen von einem Album zum nächsten keine zwei Jahre. Zuletzt war „Distortion“ im September 2024 erschienen. Nicht minder aktiv ist das Trio in Sachen Live-Auftritte. So gastieren Future Palace 2026 auf diversen europäischen Festivals und im September gar auf dem Louder Than Life in Louisville, Kentucky. Gleich nach dieser Stippvisite in den Staaten beginnt dann die Deep Blue Tour 2026, die Future Palace in zahlreiche Länder Europas führt. In Deutschland stehen neun Konzerte auf dem Tourplan.