GIOVANNI FRANCESCO CAPELLO - Der vergessene Avantgardist des venezianischen Frühbarock
Ensemble Musica getutscht
Carine Tinney & Erika Tandiono | Sopran, Mirko Ludwig & Jacob Lawrence | Tenor, Dominik Wörner | Bass
Mechthild Karkow | Violetta, Konstanze Waidosch & Mirjam-Luise Münzel | Viola da gamba, Frauke Hess | Violone, Martin Bolterauer & Anna Schall | Zink, Maximilien Brisson & William Illingworth | Posaune, Jonas Nordberg | Chitarrone, Wiebke Weidanz | OrgelBernhard Reichel | Chitarrone & Leitung.
Programm:
Lamentationi (1612), Miserere (1612), Missa Ad Votum (1615)Giovanni Francesco Capello gilt als eine der größten musikalischen Überraschungen der jüngeren Forschung: Ein Komponist, der im Venedig vor Monteverdi zu den modernsten seiner Zeit zählte, dessen Werke harmonische Kühnheit, stilistische Innovationen und experimentelle Instrumentierungen auf höchstem Niveau vereinen.
Capello experimentierte mit monodischen Strukturen, erweiterten Tonumfängen, virtuosen Melismen, expressiver Chromatik und ungewöhnlichen Kombinationen von Vokalstimmen und Instrumenten, lange bevor diese Techniken allgemein Verbreitung fanden.
Alle Werke dieses Konzertprogramms wurden seit dem Barock nicht mehr aufgeführt, wodurch die Begegnung mit seiner Musik heute einer echten Sensation gleichkommt – ein faszinierender Blick auf die Ursprünge des frühbarocken Ausdrucks und ein bisher weitgehend unbekannter Höhepunkt venezianischer Kirchenmusik.