Glam Bam unter der Weihnachtstanne Solange es Glam Bam gibt, sind die siebziger Jahre nicht vorbei. Noch immer wehen die bunten Schlaghosen im Wind der Disconebelmaschine, sitzen die eleganten Langhaarfrisuren wie von Jacques Gelee im Gard-Haarstudio hergerichtet und liegt die Haut der Musiker so zart und glatt und pickelfrei wie ein Kinderpopo - Clearasil sei dank. Die bunten Elektrogitarren sind gestimmt und warten auf ihren Einsatz im Schwarzen Adler. Wenn es auf Weihnachten zugeht, sind die Glammies am Start.
Der Ballroom Blitz aus dem Hause The Sweet will endlich wieder durch den Saal fegen, Jethro Tulls Lokomotive will überschüssigen Dampf ablassen, und während der Mann mit dem großen Hut aus dem Nordmende-Kassettenrecorder „Far Far Away“ ruft, lechzen die Musiker auf der Bühne nach heißer Liebe à la T. Rex und wollen rocken all über die Welt - so wie einst Status Quo.
Jawoll: Mit Glam Bam kehrt der Sound der Mal-Sondock-Ära zurück ins Genossenschaftslokal an der Baerler Straße 96 in Vierbaum. Die Mucke geht in die Knochen und in die Öhrchen, das alles mit Spässken zwischen den Songs und immer groovy und mit Hingabe gespielt.
„Jungs, wir sind tot, deshalb müsst ihr den Job jetzt machen!“, haben uns Marc Bolan und Brian Connolly vor vielen Jahren geflüstert. Wir haben verstanden. Wir machen. Glam-Rock forever.
Glam Bam vor Weihnachten. Bis die Kugeln im Tannenbaum erzittern und das Lametta raschelt. Und alle im Saal wieder 17 sind. Wir erwarten euch. Frohes Fest!