Im Jahr 2014 erscheint ein neuer Stern am Indie-Himmel. Es handelt sich um Phoebe Bridgers, die mit ihrer „Killer“-EP debütiert. Gut drei Jahre später lässt die Veröffentlichung des Albums „Stranger in the Alps“ ihren Stern noch deutlich heller strahlen. Songs wie „Smoke Signals“, „Motion Sickness“ und „Funeral“ begeistern Kritiker wie Musikliebhaber gleichermaßen. Spätestens seit dem Nachfolgealbum „Punisher“ und der Single „Kyoto“ erhält die Singer-Songwriterin aus L.A. auch in Europa die Aufmerksamkeit, die ihr gebührt.
Phoebe Bridgers kommt 1994 in Los Angeles zur Welt, wo sie im Stadtteil Pasadena aufwächst. Nachdem sie ihre Gesangsstimme an der „Los Angeles County High School for the Arts“ ausgebildet hat, entscheidet sie sich gegen das College und für die Musikkarriere. So spielt sie unter anderem in der Band Sloppy Jane, mit der sie nicht nur in den Clubs der Stadt, sondern auch in einem Apple-Werbespot auftritt.
Auf „Stranger in the Alps“ folgt „Punisher“
Auf dem 2017er Debütalbum „Stranger in the Alps“ singt Bridgers im Song „Motion Sickness“ über die belastende Erfahrung mit Ex-Freund Ryan Adams. Das Album, das auch darüber hinaus tiefe Einblicke in Phoebe Bridgers’ Innerstes gewährt, bringt der Newcomerin viel Beachtung und Lob ein. Das gilt gleichfalls für die Gruppe „Boygenius“, die sie 2018 mit Julien Baker und Lucy Dacus ins Leben ruft. Erfolge feiert sie auch mit dem Duo Better Oblivion Community Center, dessen andere Hälfte Singer-Songwriter-Kollege Conor Oberst darstellt. Mit „Punisher“ rückt Phoebe Bridgers 2020 dann wieder ihre Solokarriere in den Vordergrund. Das Album markiert den Durchbruch für die Frau mit der Akustikgitarre und der zarten Stimme, die sich mit diesem Werk in zahlreichen Hitlisten der Welt wiederfindet.
Ob „Funeral“, „I know the End“ oder „Motion Sickness“ – Phoebe Bridgers setzt sich in ihrem musikalischen Schaffen oft mit düsteren Themen wie Ängsten, Depressionen, Tod und Trauma auseinander. Gleichzeitig kontrastiert sie diese Schwere mit ihrem trockenen, schwarzen Humor. Zudem ist ihr ruhiger, melancholischer Indie-Folk-Rock nicht etwa deprimierend, sondern überaus ergreifend. Das liegt sicher an dem persönlichen Hintergrund vieler Lieder, aber auch an ihrem Vermögen, mit ihren Songs Bilder zu erzeugen und Geschichten zu erzählen. Und genau das ist es, was Phoebe Bridgers als hochtalentierte Künstlerin auszeichnet.