Halle (Saale)

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Halle (Saale) – Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts

Mit mehr als 240.000 Einwohnern ist die Stadt an der Saale die bevölkerungsreichste des Bundeslandes Sachsen-Anhalt – und zugleich dessen kulturelles Zentrum. Zusammen mit Leipzig im benachbarten Sachsen bildet Halle den Ballungsraum Leipzig-Halle. Dass sich Halle in Sachen Kultur und Unterhaltung nicht vor der nahegelegenen Metropole verstecken braucht, zeigt ein Blick auf den Veranstaltungskalender. In der Geburtsstadt Georg Friedrich Händels hat die Musik des weltberühmten deutschen Komponisten sowie Klassik im Allgemeinen bis heute einen festen Platz. Jedes Jahr im Juni finden etwa die Händel-Festspiele statt. Doch auch weit darüber hinaus punktet die Händelstadt mit einer lebhaften Kulturszene und einem bunten Angebot unterschiedlichster Veranstaltungen.

Sehenswürdigkeiten von Halle

Wer unterwegs ist in Halle, wird feststellen, dass das Wasser der Saale das Stadtbild ebenso prägt wie zahlreiche Grünflächen. Ein Spaziergang am Saaleufer ist zu jeder Jahreszeit lohnenswert. Erholung pur und sommerlichen Freizeitspaß verspricht die autofreie Peißnitzinsel. Zudem ist Halle reich an kulturellen, historischen und architektonischen Schätzen. Einige davon finden sich zentral gelegen auf dem Marktplatz, darunter die Marktkirche mit ihren vier Türmen und der Rote Turm, die gemeinsam das als „Fünf Türme“ bekannte Wahrzeichen Halles darstellen. Unweit des Marktplatzes befinden sich der mit auffälligen Rundgiebeln versehene Dom und der Domplatz. Für Klassikliebhaber steht ein Besuch des Händel-Hauses, dem Geburtshaus des 1685 geborenen Komponisten, mit seinem Musikmuseum ganz oben auf der Liste.

Zu den weiteren Top-Sehenswürdigkeiten in Halle (Saale) zählt das Landesmuseum für Vorgeschichte, wo Interessierte einen Blick auf die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Himmelsscheibe von Nebra – die älteste bekannte Himmelsdarstellung der Welt – werfen können. Mit der Burg Giebichenstein und der Moritzburg besitzt Halle gleich zwei prächtige Burganlagen. Über dem Ufer der Saale auf einem Felsen gelegen, bietet Erstgenannte von innen wie von außen einen majestätischen Anblick. Die Unterburg wird von den Studierenden der Kunsthochschule Burg Giebichenstein genutzt, während die Oberburg zum Stadtmuseum gehört. In den Sommermonaten lädt die Oberburg unter anderem zu Burgfesten, Konzerten, Theateraufführungen und Kinofilmen in mittelalterlicher Kulisse ein. Die Moritzburg beherbergt seit 1904 ein Kunstmuseum mit Schwerpunkt auf Kunst der klassischen Moderne.

Oper und Theater in der Händelstadt

Das Opernhaus Halle, zu dem auch das Ballett gehört, spiegelt die gesamte Vielfalt des Musiktheaters wider. Fester Bestandteil des Programms sind jährliche Neuinszenierungen der Opern Händels. Seit 2009 gehört die Oper zur TOOH, der Theater, Oper und Orchester GmbH. Bei dem genannten Orchester handelt es sich um die mit rund 150 Musiker*innen besetzte Staatskapelle. Zur TOOH zählt ferner die Kulturinsel mit dem Neuen Theater, dem Kinder- und Jugendtheater Thalia sowie dem Puppentheater, das überwiegend Stücke für Erwachsene zeigt.

Neben der Oper und den Theatern der Stadt gibt es in Halle diverse Veranstaltungsstätten jeder Größenordnung. Die Georg-Friedrich-Händel-Halle etwa ist eine Mehrzweckhalle, in der Konzerte, Comedy-Programme und Shows, aber auch Tagungen und Kongresse stattfinden. Ein Veranstaltungsort mit besonderem Ambiente ist das seit 1889 bestehende Steintor-Varieté. Bei artistischen Darbietungen, Konzerten, Musicals, Ballettaufführungen, Tanzveranstaltungen, Comedy- und Kabarett-Abenden finden hier über 1.000 Besucher Platz.

Viel los in Halle: Konzerte, Partys und wiederkehrende Events

Für Konzerte jedes Genres stehen in Halle (Saale) verschiedenste Locations zur Verfügung. Die Chöre der Stadt, allen voran der Stadtsingechor – ein Knabenchor mit mehreren hundert Jahren Tradition – profitieren von der erstklassigen Akustik der Konzerthalle Ulrichskirche. Das Programm des Capitols südlich der Innenstadt besteht im Wesentlichen aus Konzerten und Partys. Auch im Objekt 5 kommen Konzert- und Partygänger auf ihre Kosten, insbesondere diejenigen, deren Musikgeschmack sich abseits des Mainstreams bewegt. Alternativ und politisch links präsentiert sich das VL Ludwigstraße, das ebenfalls Konzerte und Partys veranstaltet.

Was wäre eine Großstadt wie Halle ohne jährlich wiederkehrende Events! Und was wäre die Geburtsstadt eines der wichtigsten Komponisten des Landes ohne eine traditionsreiche Konzertreihe ihm zu Ehren! Jedes Jahr im Juni feiert Halle den Sohn der Stadt bei den Händel-Festspielen. Zu den Konzertorten zählen das Händel-Haus, der Dom, die Ulrichskirche sowie die Franckeschen Stiftungen – eine weitere Sehenswürdigkeit Halles. Das traditionelle Abschlusskonzert in der Galgenbergschlucht mit einem Feuerwerk zu Händels „Feuerwerkmusik“ begeistert alljährlich rund 4.000 Zuschauer. Musikfans, die mehr auf Jazz als auf Klassik stehen, sollten sich das 2006 ins Leben gerufene Festival Women in Jazz, bei dem internationale Musikerinnen der Jazzszene auftreten, nicht entgehen lassen.

Keine Frage: Halle darf sich mit Fug und Recht als Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts bezeichnen – und wird als kultureller Hotspot von Einheimischen wie Gästen gleichermaßen geschätzt.