Finsterwalde – Die brandenburgische „Sängerstadt“
Wer in der schönen Niederlausitz verweilt, sollte auf einen Abstecher nach Finsterwalde keinesfalls verzichten. Berühmt wurde die Stadt durch den Schlager „Wir sind die Sänger von Finsterwalde“ und nicht zuletzt aufgrund ihrer vorzüglichen Lage in einer der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands. Das macht Finsterwalde zu einem echten Hotspot für Kultur-, Kunst- und Musikbegeisterte.
Veranstaltungshöhepunkt Finsterwalder Sängerfest
Dass sich Finsterwald offiziell als die „Sängerstadt“ bezeichnen darf, verdankt sie dem berühmten „Finsterwalder Sängerlied“ des Komponisten Wilhelm Wolff. Es wird noch heute von den Finsterwalder Sängern als gesangliches Brauchtum gepflegt und prägt das kulturelle Bild der Stadt.
Das alle zwei Jahre veranstaltete Finsterwalder Sängerfest zieht regelmäßig Massen an Einheimischen und Touristen an, die sich auf die Auftritte bekannter Musikgrößen und Newcomer freuen können. Die Beiträge erstrecken sich über mehrere in der Stadt aufgebaute Bühnen – sogar in der Trinitatiskirche können die Festgäste musikalische Momente genießen.
Wer anschließend mehr über das altehrwürdige „Finsterwalder Sängerlied“ erfahren möchte, der verbindet seinen Besuch in Finsterwalde mit einem Ticket für das Sänger- und Kaufmannsmuseum der Stadt. Es widmet den Finsterwalder Sängern und deren Geschichte eine eigene Dauerausstellung.
Tief verwurzelte Traditionen treffen auf modernes Entertainment
Finsterwalde lockt kulturell und musikalisch Interessierte nicht nur mit seiner Historie als Sängerstadt an. Gleichermaßen kommen Fans des aktuellen Unterhaltungsangebots auf ihre Kosten. So geben sich auf dem Finsterwalder Marktplatz namhafte Künstler die Klinke in die Hand und in der Stadthalle werden regelmäßig Musicals und Shows aufgeführt.
In den Veranstaltungsräumen des Logenhauses finden Konzerte und Kammermusik-Festivals statt. Der Saal und das Herrenzimmer des Logenhauses können zudem für private Events gebucht werden. Ebenso ist Finsterwalde ein „place to be“ für Fans der modernen Kunst. Junge Künstler präsentieren ihre Werke in ihren Ateliers oder vor der außergewöhnlichen Kulisse der alten „Schäferschen Tuchfabrik“.
Regelmäßige Events für jeden Kulturgusto
Der Finsterwalder Veranstaltungskalender deckt so gut wie jedes kulturelle Bedürfnis ab. Jährlich am ersten Septemberwochenende können sich Hod-Rod-Fans auf das Headbanging-Oldstyle-1/8-Mile-Rennen freuen, das für gewöhnlich auf dem alten Schacksdorfer Militärflugplatz stattfindet.
Die Finsterwalder Stadtgespräche werden im Kaufmannshaus „Ad. Bauer’s Wwe.“ – genauer gesagt in dessen Warenspeicher – abgehalten. Sie setzen sich aus Beiträgen zu diversen Themen aus den Bereichen Literatur, Politik und Wissenschaften zusammen und werden zumeist musikalisch untermalt. Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie verspricht das Finsterwalder Tierparkfest gleichermaßen wie der beschauliche Weihnachtsmarkt der Stadt, dem in der Regel das dritte Adventswochenende im Jahr gewidmet ist.
Finsterwalder Sehenswürdigkeiten, die mehr als einen Blick wert sind
Besonders sehenswert sind das aus dem 15. Jahrhundert stammende Schloss und das Rathaus der brandenburgischen Stadt. Auf dem Marktplatz lassen sich bauliche Stilmixe bestaunen und eine Visite des Feuerwehrmuseums lohnt sich für all diejenigen, die sich für alte Feuerwehrgeschichte und -technik interessieren.
Garantiert einen bleibenden Eindruck hinterlässt darüber hinaus die Trinitatiskirche mit ihrem achteckigen Turm und den Grabstätten von Familienmitgliedern des Adelsgeschlechts Dieskau. Ein weiteres Gotteshaus – die katholische Kirche St. Dolorosa – ist insbesondere für ihr goldenes Turmkreuz bekannt.
Der Bogen zur Finsterwalder Sangestradition lässt sich zudem am Sängerdenkmal schlagen, das sich unweit der ehemaligen Tuchfabrik und des Feuermuseums befindet. Das in Bronze gegossene Sinnbild der Stadt bildet drei Musikanten aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten ab. Es soll die Gleichheit der Bevölkerungsklassen vor der Musik zum Ausdruck bringen.