Wie wenige andere Orte in Berlin atmet das Olympiastadion deutsche Geschichte. Zwischen 1934 und 1936 als Sportstätte für die XI. Olympischen Spiele errichtet, dient es heute als Heimstadion des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Auch als Veranstaltungsort für Großevents wie Pop- und Rock-Konzerte sowie Festivals ist das Stadion gefragt. Wer auf einem der rund 75.000 Sitze Platz nimmt, genießt beste Sicht auf das Geschehen.
Olympiastadion Berlin: Prominenter Begegnungsort für Gänsehautmomente
Ob als Endspielort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 oder als Open-Air-Kirche im Rahmen des Papstbesuches 2011 – das Berliner Olympiastadion stellt seine eigenen Rekorde auf. Es ist nicht nur eines der größten Fußballstadien Europas, sondern auch für Veranstaltungen mit Seltenheitswert bekannt. Internationale Showgrößen und Bands versetzen das Publikum ebenso in Jubelstürme wie das jährliche DFB-Pokalfinale.
Eingebettet in die grüne Idylle zwischen Spree, Havel und Grunewald, begrüßt das Olympiastadion Berlin seine Gäste im Westen der Hauptstadt. Am Rande des Stadtbezirkes Charlottenburg-Wilmersdorf gelegen, ist das Olympiastadion das Herzstück des Olympiaparks. Nicht nur zu Großveranstaltungen lohnt sich ein Besuch des weitläufigen Areals. Bei einer Besichtigung – ob mit oder ohne Guide – erleben Sportbegeisterte die bewegte Stadiongeschichte hautnah.
Wer das Berliner Olympiastadion einmal aus einer ganz besonderen Perspektive sehen möchte, kann den 77 Meter hohen Glockenturm am Maifeld besteigen. Auf der Aussichtsplattform an der Turmspitze liegt einem nicht nur das Stadion, sondern die gesamte Stadt zu Füßen – von Spandau im Westen bis zum Alexanderplatz in Mitte. Bei gutem Wetter zeichnen sich noch weiter im Westen das benachbarte Potsdam und im Osten die Müggelberge am Horizont ab.
Neubeginn 2004 – Das Olympiastadion Berlin auf dem Weg in die Zukunft
Mit vielen interessanten Verweisen auf die Sportgeschichte der Antike zollt das Stadion den Anfängen des olympischen Gedankens Tribut. Doch zu Beginn der 2000er-Jahre ist es Zeit, in die nähere Zukunft zu blicken: Seit 2004 präsentiert sich das Olympiastadion der Hauptstadt in frischem Glanz. Die pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 durchgeführte Modernisierung beschert dem unter Denkmalschutz stehenden Stadion einige längst überfällige Neuerungen. Sämtliche Sitzplätze werden überdacht. Zur blauen Tartanbahn in der Vereinsfarbe von Hertha BSC kommt eine innovative Fluchtlichtanlage. Die Ausgaben in dreistelliger Millionenhöhe zahlen sich aus: Die UEFA adelt das Olympiastadion Berlin offiziell als Fünf-Sterne-Stadion.
Seit 2018 führt die Olympiastadion Berlin GmbH außerdem zahlreiche Maßnahmen zugunsten eines nachhaltigen Veranstaltungsbetriebs durch und setzt beispielsweise auf energiesparende LED-Beleuchtung. Dafür erhält sie mehrmals in Folge ein einschlägiges Zertifikat namens Green Globe Standard.
Das macht das Olympiastadion Berlin so besonders
Neben seiner bewegten Geschichte und seiner beeindruckenden Architektur bietet das am 1. August 1936 eröffnete Olympiastadion Berlin noch weitere Besonderheiten: Die komplett mit Blattgold ausgekleidete Kapelle dient als spiritueller Rückzugsort vor großen Sport-Events. Als Anlaufstelle ganz anderer Art fungiert die am Umgang westlich des Südtors platzierte Olympiaglocke. Wer Bedenken hat, seine Begleitung in der Menschenmenge aus den Augen zu verlieren, vereinbart die „Glocke“ als Treffpunkt im Fall der Fälle.
Ob auf den Stehplätzen im Innenraum oder den Sitzplätzen auf den Ober- und Unterrängen: Das Platzangebot im Olympiastadion Berlin ist mehr als umfangreich. Mit angenehm kurzen Fußwegen zur U- und S-Bahn ist auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr vorbildlich. Wer lieber mit dem eigenen Pkw zum Event seiner Wahl anreist, findet in unmittelbarer Umgebung zahlreiche öffentliche Parkplätze.