Von Schubladen will Yecca nichts wissen. Das trifft sich gut, denn die Newcomerin lässt sich ohnehin nicht eindeutig einem einzigen Genre zuordnen. In Songs wie „Zelda“, „G13“ oder „Signs“ stecken Elemente aus Pop und Trap, zu denen Yecca singt und rappt. Als vielseitige Musikerin liebt sie gute Bars ebenso wie schöne Melodien und kreiert mithilfe dieser musikalischen Offenheit ihren ganz eigenen Sound.
Yecca wird 1998 in Herford geboren. Interessanter als das Jahr ist aber die Uhrzeit, zu der sie das Licht der Welt erblickt: 11:22 Uhr. Rund 21 Jahre später releast sie zwei EPs im Abstand von zwei Wochen. Deren Titel lauten „11“ und „22“ – und markieren damit quasi die Geburtsstunde der Künstlerin Yecca. Die beiden EPs sind freilich nicht das Erste, was es von Yecca zu hören gab. Wie so viele ihrer Altersgenossen nutzt sie anfangs die Sozialen Medien, um ihre Musik zu präsentieren. „Vorbei“ auf Instagram zu posten, war sicher eine der besten Entscheidungen ihres Lebens. Produzent The Royals wird durch diesen Track auf das junge Talent aufmerksam und bittet sie kurzerhand nach Berlin, wo die beiden schnell feststellen, dass sie ein perfektes Team abgeben. Eine Tatsache, die sie seitdem mit Songs wie „Ride“, „Hypnotic“ oder „Gehen willst“ unter Beweis stellen.
Facettenreiche und persönliche Songs
Schon als Kind entdeckt Yecca ihre Liebe zur Musik und bringt sich das Gitarrenspiel bei, um später als Teenager erste Songideen zu entwickeln. Dabei singt sie zunächst in englischer Sprache, wechselt später jedoch, von Deutschrap inspiriert, ins Deutsche. Mit seiner Ausdrucksstärke und Ehrlichkeit übt Rap eine große Faszination auf sie aus. Doch auch poppige Melodien und eingängige Hooks haben es ihr angetan. Yecca mag sich nicht festlegen auf Rap, Trap, Pop oder R’n’B. Sie ist offen und neugierig, macht die Musik, die ihr gefällt. Einer, auf den dies ebenso zutrifft, ist Badchieff, an dessen Track „Replay“ Yecca mit einem Feature beteiligt ist.
Und die Texte? Die sind durchweg sehr persönlich. In ihren Lyrics findet Yecca die richtigen Worte für Dinge, über die es ihr sonst schwerfällt zu sprechen. Wie es sich für eine richtige Künstlerin gehört, drückt sie sich am liebsten über die Musik aus. Dabei geht es mal unbeschwert zu, mal nachdenklich-melancholisch, ganz so wie im richtigen Leben. Bei so viel Realness und Eigenständigkeit und solch facettenreichen Songs ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Yecca-Fans „Addicted“ sind.