Frisches Futter für alle Maden! Vended ist die Band von Corey Taylors Sprössling Griffin und Simon Crahan, dessen Dad Shawn als Clown bei Slipknot auf die Trommeln einprügelt. Wer mit der Musik der Metal-Institution vertraut ist, kann sich vorstellen, wie die nächste Generation nachrückt und es ihren Vätern gleichtut. Auf ihrer Debüt-EP „What Is It//Kill It“ präsentieren sich Vended erwartungsgemäß laut, wütend, brutal und im besten Sinne völlig wahnsinnig.
Die fünf EP-Tracks „Antibody“, „Asylum“, „My Wrongs“, „Bloodline“ und „Burn My Misery“ treffen voll auf die Zwölf! Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm. So ist Vended der Einfluss der berühmten Väter deutlich anzuhören – was aber keinesfalls ein Nachteil ist. Griffin Taylor hat nicht nur eine ähnliche Stimmfarbe wie sein Herr Papa, sondern kann ebenfalls sowohl ordentlich shouten als auch ausdrucksstark singen. Für noch mehr gesangliche Abwechslung streut der Nachwuchs-Frontmann hier und da ein paar tiefe Growls ein.
Vended treten aus Slipknots Schatten
Auch musikalisch erinnern Vended an Slipknot – alle Fans der Maskenmänner dürften daher auch an den Newcomern ihre helle Freude haben. Und dennoch bringen Vended genug Eigenständigkeit mit, um langfristig bestehen zu können. Zudem ist ihnen anzuhören, dass sie so richtig Bock haben. Ihre Songs explodieren geradezu vor Kraft und Ideen. Das alles gibt Grund zur Annahme, dass Vended es schaffen, dauerhaft aus dem Schatten einer der erfolgreichsten Metalbands der Welt zu treten.
Und die Optik? Schließlich ist die bei Slipknot wichtiger Teil des Konzepts. Griffin, Simon und Co. tragen zwar keine Masken – man will die Eltern schließlich nicht kopieren – aber ein wenig furchteinflößendes Make-up hier und da darf es schon sein, wie etwa bei ihrem Live-Auftritt auf dem Knot Fest 2021 zu beobachten war. Viel beeindruckender als die Bemalung ist aber jene rohe Energie, mit der Vended Kracher wie „Antibody“ und „Asylum“ auf der Bühne rüberbringen. Ein weiterer Grund, Iowas neuesten Metal-Export im Auge zu behalten!