Velvet Revolver ist eine US-amerikanische Rockband, die wegen der Prominenz ihrer Einzelmitglieder als Supergroup gilt.
Bandgeschichte
Die ehemaligen Bandmitglieder von Guns N’ Roses: Slash, Duff McKagan und Matt Sorum, traten im September 2002, etwa fünf Jahre nach ihrem Austritt aus der Band, gemeinsam bei einem Benefizkonzert für den verstorbenen Drummer von Ozzy Osbourne, Randy Castillo, auf. In der darauffolgenden Zeit trafen sie sich weitere Male und beschlossen schließlich, eine neue Band zu gründen. In der Gründungsphase war zuerst Izzy Stradlin als Rhythmus-Gitarrist eingeplant. Dieser lehnte aber schon nach kurzer Zeit ab. Gründe dafür waren Stradlins Abneigung mit einem Leadsänger zusammenzuarbeiten, sowie seine Aversion gegen das ständige Touren. Im Oktober trat Dave Kushner der Band als Rhythmus-Gitarrist bei. Schnell war Scott Weiland als Wunschkandidat für den Posten des Leadsängers ausgemacht, kurz darauf aber gleich wieder aus den Augen verloren. Es dauerte in Folge noch ein dreiviertel Jahr welches durchwachsen von mehreren Umbenennungen in Bezug auf den Bandnamen sowie mehreren Umbesetzungen in Bezug auf den Leadsänger war. Im Juni 2003 stieß dann doch noch Scott Weiland offiziell als Leadsänger zur Gruppe welche sich von nun an Velvet Revolver nannte. Die erste Veröffentlichung der Band war die Single Set Me Free im Jahr 2003 als Titellied zu der Verfilmung von Hulk. Am 7. Juni 2004 erschien das Debütalbum Contraband.
Überschattet wurde die Veröffentlichung von der Tatsache, dass sich Sänger Scott Weiland zur selben Zeit einer gerichtlich verordneten Rehabilitations-Therapie unterziehen musste. Zudem trat er bei einem Konzert in Deutschland mit einer Mütze auf, die einer SS-Mütze ähnelte. Später erklärte der Sänger, er habe mit der NS-Ideologie nichts zu tun, und man solle dieses Outfit als Gag betrachten.
Immer wieder aufkommende Gerüchte, nach denen die Band vor der Auflösung stehe, werden regelmäßig dementiert.
Das aktuelle Album Libertad erschien im Juli 2007 und ist sehr vom Tod der Brüder Scott Weilands und Matt Sorums geprägt. Beide starben während der Aufnahmen zu Libertad innerhalb weniger Tage und beide Todesfälle waren unabhängig voneinander drogenbedingt. Besonders die Tracks For a Brother, The Last Fight und das Electric Light Orchestra-Cover Can't Get It Out of My Head beziehen sich auf diese Thematik.
Am 28. Januar 2008 wurde bekannt, dass Scott Weiland demnächst wieder mit seiner Ex-Band, den Stone Temple Pilots für ein paar Konzerte zusammenkommen wird. Die Reunion soll im Sommer 2008 erfolgen, was aber auf Velvet Revolver keine Auswirkungen haben soll. Wie Slash behauptet, ist er bereit, mit den Aufnahmen des neuen Albums zu beginnen. Es seien noch keine Lieder fertiggestellt, jedoch ein paar sehr vielversprechende Ideen vorhanden.
Weiland kündigte bei einem Konzert in Glasgow am 20. März 2008 zur Verwunderung der restlichen Bandmitglieder an, dass die laufende Tour der Band auch die letzte sei. Danach verließ er die Bühne und kam nur zur Darbietung von "It's So Easy" wieder dorthin zurück. Slash verkündete allerdings, dass die Band sich nicht auflösen würde und dass deren laufende Tour keineswegs die letzte sei. In einem Interview mit Classic Rock sagte er auch, dass Scott Weiland mit Velvet Revolver voraussichtlich abgeschlossen habe und die Band nach Ende der laufenden Tour verlassen würde. Anfang April trennten sich die Wege von Scott Weiland und Velvet Revolver. Es ist nicht völlig klar, welche der beiden Parteien diesen Entschluss zuerst hatte. Slash gab die Trennung einen Tag nach dem letzten Konzert der Libertad-Tour bekannt, die Band werde dennoch weiterbestehen . Doch Scott entgegnete in einer E-Mail an MTV, dass er schon lange plane, bei Velvet Revolver auszusteigen, um wieder mit Leuten Musik zu machen, die seinem persönlichen Stil näher sind - die Stone Temple Pilots.
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