Take That zählen zu den erfolgreichsten britischen Popbands der vergangenen Jahrzehnte. Seit ihrer Gründung Anfang der 1990er-Jahre entwickelte sich die Gruppe von einer klassischen Boyband zu einem der langlebigsten Pop-Acts Großbritanniens. Mit Hits wie „Back for Good“, „Never Forget“, „Patience“, „Rule the World“ und „Greatest Day“ begeisterten Take That mehrere Generationen von Fans. Allein in den britischen Charts erreichte die Band bislang zwölf Nummer-eins-Singles und neun Nummer-eins-Alben.
Von Manchester an die Spitze der Charts
Take That wurden 1990 in Manchester gegründet. Zur ursprünglichen Besetzung gehörten Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen, Jason Orange und Robbie Williams. Gary Barlow übernahm früh eine zentrale Rolle als Sänger und Songwriter. Nach ersten Veröffentlichungen gelang der Band 1992 mit „It Only Takes a Minute“ der erste Top-10-Hit in Großbritannien. Der endgültige Durchbruch folgte mit dem zweiten Studioalbum „Everything Changes“ und der Single „Pray“, die Take That erstmals an die Spitze der britischen Singlecharts brachte.
Mit „Everything Changes“ (1993) und „Nobody Else“ (1995) wurde die Gruppe zu einem der größten europäischen Pop-Phänomene der 1990er-Jahre. Songs wie „Relight My Fire“, „Everything Changes“, „Sure“ und „Back for Good“ dominierten die Charts. Insbesondere „Back for Good“ entwickelte sich zu einem ihrer größten Klassiker und wurde zur kommerziell erfolgreichsten Single ihrer Karriere.
1995 verließ Robbie Williams die Band und startete später eine äußerst erfolgreiche Solokarriere. Take That machten zunächst als Quartett weiter, gaben jedoch 1996 ihre Trennung bekannt. Für zahlreiche Fans markierte das Ende der Band zugleich das Ende einer der prägendsten Boyband-Epochen der 1990er-Jahre.
Das große Comeback von Take That
Fast zehn Jahre nach ihrer Trennung begann eines der bemerkenswertesten Comebacks der britischen Popgeschichte. Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen und Jason Orange fanden wieder zusammen und kehrten zunächst ohne Robbie Williams auf die Bühne zurück. 2006 erschien das Comeback-Album „Beautiful World“, das mit Songs wie „Patience“, „Shine“ und später dem großen Live-Favoriten „Rule the World“ eine neue Erfolgsphase einleitete. Das Album erreichte Platz eins der britischen Charts und hielt sich dort mehrere Wochen.
Mit „The Circus“ (2008) setzte die Band ihren Erfolg fort. Die Single „Greatest Day“ erreichte ebenfalls Platz eins in Großbritannien. Take That hatten damit endgültig bewiesen, dass sie weit mehr als ein nostalgisches Comeback-Projekt waren. Statt den Sound der 1990er-Jahre lediglich fortzuführen, präsentierte sich die Gruppe musikalisch erwachsener und entwickelte sich zu einer modernen Popband mit aufwendig inszenierten Live-Shows.
2010 kam es schließlich zu einer viel beachteten Wiedervereinigung: Robbie Williams kehrte für das Album „Progress“ zu Take That zurück. Die ursprüngliche Fünferbesetzung stand damit erstmals seit 1995 wieder gemeinsam im Studio und auf der Bühne. „Progress“ wurde ein großer kommerzieller Erfolg und erreichte ebenfalls die Spitze der britischen Albumcharts. Nach der anschließenden Tour konzentrierte sich Williams erneut auf seine Solokarriere.
2014 verließ auch Jason Orange die Gruppe. Seitdem bilden Gary Barlow, Howard Donald und Mark Owen den festen Kern von Take That. Als Trio veröffentlichten sie unter anderem die Alben „III“ (2014) und „Wonderland“ (2017). Mit „Odyssey“ blickte die Band 2018 zudem musikalisch auf ihre lange Karriere zurück.
2023 erschien mit „This Life“ ein weiteres Studioalbum. Auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Bandgründung bewiesen Take That damit ihre außergewöhnliche Popularität: „This Life“ stieg auf Platz eins der britischen Albumcharts ein und wurde zum neunten Nummer-eins-Album der Gruppe.
Besonders „Everything Changes“ und „Nobody Else“ stehen für die erste große Erfolgsphase der Band, während „Beautiful World“ das spektakuläre Comeback markierte. „Progress“ wiederum brachte die fünf Originalmitglieder für ein Album erneut zusammen. „This Life“ zeigte schließlich, dass Take That auch in den 2020er-Jahren weiterhin an der Spitze der britischen Albumcharts stehen können.
Zu ihren bekanntesten Songs gehören:
- „Pray“
- „Relight My Fire“
- „Everything Changes“
- „Back for Good“
- „Never Forget“
- „Patience“
- „Shine“
- „Rule the World“
- „Greatest Day“
- „The Flood“
FAQ zu Take That
Wann wurden Take That gegründet?
Take That wurden 1990 in Manchester in England gegründet. Zur ursprünglichen Besetzung gehörten Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen, Jason Orange und Robbie Williams.
Wer gehört heute zu Take That?
Der feste Kern von Take That besteht aus Gary Barlow, Howard Donald und Mark Owen. Robbie Williams und Jason Orange gehörten zur ursprünglichen Fünferbesetzung der Band.
Welcher Song ist der größte Hit von Take That?
„Back for Good“ aus dem Jahr 1995 zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Songs von Take That. Laut Official Charts ist er die meistverkaufte Single ihrer Karriere.
Wann trennten sich Take That?
Nach dem Ausstieg von Robbie Williams im Jahr 1995 machten Take That zunächst als Quartett weiter. 1996 löste sich die Band auf. Rund zehn Jahre später gelang Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen und Jason Orange ein äußerst erfolgreiches Comeback.
Ist Robbie Williams noch Mitglied von Take That?
Robbie Williams gehört nicht zur aktuellen festen Besetzung. Nachdem er Take That 1995 verlassen hatte, kehrte er 2010 für das Album „Progress“ und die dazugehörige Ära zur Band zurück. Anschließend konzentrierte er sich wieder auf seine Solokarriere.
Wie erfolgreich sind Take That?
Take That gehören zu den erfolgreichsten britischen Popgruppen. In den offiziellen britischen Charts erreichten sie bislang zwölf Nummer-eins-Singles und neun Nummer-eins-Alben.