Es gibt zahlreiche gute Gründe dafür, SZA als „Ausnahmetalent“ zu beschreiben. Einer davon ist ihr Debütalbum „Ctrl“ aus dem Jahr 2017. Ein weiterer ist die ebenso lange wie beeindruckende Liste von Künstlern, mit denen die R&B-Sängerin bereits kollaboriert hat. Zu diesen gehören zum Beispiel Kendrick Lamar („All the Stars“), Maroon 5 („What Lovers Do“) und Doja Cat, auf deren „Kiss Me More“ SZA als Feature vertreten ist – ein Superhit, der den beiden einen Grammy bescherte. Und dann sind da natürlich noch SZAs Solo-Singles, wie „Good Days“ oder „I Hate U“.
Solána Imani Rowe kommt 1990 in Missouri zur Welt und wächst in New Jersey als gläubige Muslimin auf. Nach der High School studiert sie zunächst Meeresbiologie, beendet das Studium jedoch nicht, sondern hält sich mit verschiedenen Jobs über Wasser und widmet sich ab 2010 verstärkt der Musik. Ihr Künstlername SZA ist inspiriert von Wu Tang Clans RZA. 2012 erscheint die in Eigenregie veröffentlichte Debüt-EP „See.SZA.Run“, 2013 folgt die „S“-EP. Beim Erscheinen der dritten EP „Z“ steht Rowe bereits beim Hip-Hop-Label Top Dawg unter Vertrag, das auch Kendrick Lamar unter seinen Fittichen hat. Dieser ist dann auch auf dem Track „Babylon“ vertreten – und läutet damit einen bunten Kollabo-Reigen ein, der SZA in den folgenden Jahren mit zahlreichen namhaften Kollegen und Kolleginnen zusammenbringen wird.
SZA: R&B-Sängerin, Songwriterin und Kollabo-Queen
Außer als Sängerin ist SZA auch als Songwriterin aktiv und als solche etwa an „Feeling Myself“ (featuring Beyoncé) von Nicki Minaj sowie an „Consideration“ von Rihanna beteiligt, auf dem sie auch als Feature gastiert. 2017 entpuppt sich als das große Jahr für die Newcomerin. Dafür verantwortlich ist vor allem „Ctrl“, das sich in den US-Charts ohne Umwege auf Rang #3 platziert. Zu den 14 Tracks des Debütalbums gehören „Love Galore“ mit Travis Scott, „The Weekend“, „Broken Clocks“, „Garden („Say It Like That“) und „Supermodel“. Und nicht nur mit ihrem Album landet SZA einen Hit, auch „What Lovers Do“ von Maroon 5, auf dem sie als Feature-Artist zu hören ist, klettert in mehreren Ländern in die Top 10. Kein Wunder also, dass der Strom der Künstler, die mit Rowe zusammenarbeiten wollen, nicht abreißt. Unter anderem kommen Lorde („Homemade Dynamite“-Remix), Cardi B („I Do“), Post Malone („Sharing at the Sun“), Megan Thee Stallion („Freaky Girls“) und Summer Walker („No Love“) in den Genuss einer Kollaboration.
Zu den erfolgreichsten dieser Kollabos gehört „Kiss Me More“ für das Doja Cat und SZA 2022 einen Grammy in der Kategorie „Best Duo/Group Performance“ erhielten. Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch „Power Is Power“ mit The Weeknd und Travis Scott vom „Game of Thrones“- inspirierten Album „For the Throne“ sowie „The Other Side“ mit Justin Timberlake vom „Trolls World Tour“-Soundtrack. SZA hat scheinbar zu jeder Zeit einige heiße Eisen im Feuer. Auch wenn es ihr ganz ohne fremde Hilfe gelingt, in schöner Regelmäßigkeit ebenso deepe wie hitverdächtige R&B-Songs abzuliefern, ist es doch immer wieder spannend, mit wem sie sich zusammentut und was dabei herauskommt. Eine starke Stimme und eine große Künstlerin – SZA ist eine echte Bereicherung für das R&B-Genre.