Mit „Cradles“ landet Sub Urban 2019 einen viralen Hit, der diese Bezeichnung wirklich verdient: Über eine Milliarde Klicks verbucht der Song auf TikTok! Seitdem steht der Künstlername des aufstrebenden Singer-Songwriters, der eigentlich Danny Maisonneuve heißt, für erfrischend innovative Musik, die nicht so recht in die üblichen Schubladen passen will. Auf Singles wie „Isolate“, „INFERNO“ (mit Bella Poarch), „Freak“ (featuring REI AMI), „PARAMOUR“ (feat. AURORA) oder „CANDYMAN“ präsentiert sich Sub Urban als höchst eigenständiger Künstler.
Ein bisschen Pop, ein wenig Alternative, eine gute Portion Electro gepaart mit teils surrealen Sounds und jeder Menge schräger Einfälle – so lässt sich Sub Urban grob beschreiben. Allerdings ist es fast unmöglich, seine Musik mit Worten zu erklären. Besser, man hört sich das Debütalbum „HIVE“ (2022) oder seine „Thrill Seeker“-EP aus dem Jahr 2020 an, um einen umfassenden Eindruck vom musikalischen Sub-Urban-Universum zu erhalten. In gewisser Weise wirkt der 1999 in New York geborene und in New Jersey aufgewachsene Musiker tatsächlich, als käme er von einem anderen Stern. Daran nicht ganz unschuldig sind seine mitunter bizarren Musikvideos, die dem Zuschauer schon mal einen kleinen Schauer über den Rücken jagen können – man schaue sich nur die Clips zu „UH OH“ (mit der Neuseeländerin BENEE), „PATCHWERK“ (mit Two Feet) oder dem Überhit „Cradles“ an.
Sub Urban: Von den „Cradles“ in den „Hive“
Die Fans lieben diese herrlich freaky Seite an Sub Urban. Dieser wusste schon früh, was er will, nämlich: Musik machen. Aber nicht, indem er auf dem Klavier die Musik anderer interpretiert, nein, er will seine eigenen kompositorischen und lyrischen Visionen umsetzen. Um dieses Ziel zu verfolgen, verlässt Danny Maisonneuve die Schule bereits im Alter von 16 Jahren. Ob seine taiwanesische Mutter und der franko-kanadische Vater diese Entscheidung wohl gut hießen? Der Erfolg gibt ihm jedenfalls eindeutig recht. „Cradles“ hat in den USA und Kanada Platinstatus erreicht. Kolleginnen wie Bella Poarch („Build a Bitch“) lassen sich zudem gerne mal von Sub Urban und seinen Songwriter-Kompetenzen unter die Arme greifen.
Dass Sub Urban als ebenso talentierter wie vielschichtiger Musiker schon zu Beginn seiner Karriere eine Vertrag mit dem Majorlabel Warner Records an Land gezogen hat, ist keine große Überraschung. Der durchschlagende Erfolg von „Cradles“ bewies von Anfang an, welch enormes Potenzial der junge Künstler mitbringt. Mit seinem ersten Studioalbum „HIVE“ zeigt er 2022 einmal mehr, was in ihm steckt. Dass man von dem „Thrill Seeker“ auch in Zukunft noch jede Menge hören wird, steht somit eigentlich außer Frage. Aber mit welchem individuellen Sound und welchen verrückten Ideen Sub Urban als Nächstes um die Ecke kommt – darauf darf man allzeit gespannt sein.