Regie: Nicolai Sykosch
in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Altersempfehlung: ab Klassenstufe 10
Als Feldherr Amphitryon aus dem Krieg voller Sehnsucht zu seiner Frau Alkmene zurückkehrt, glaubt er, seinen Ohren nicht zu trauen: Sie schwärmt von der zuvor gemeinsam verbrachten Liebesnacht, als er noch mitten im Kampf gegen die Athener war! Was er nicht weiß: Gott Jupiter hat sich in Alkmene verliebt und sie in Gestalt ihres Mannes besucht.
Schmerzlich spürt auch Amphitryons Diener Sosias, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht, wird er doch von seiner eigenen Gestalt – seinem Double Merkur, dem Götterboten – gnadenlos vermöbelt.
Jupiter indes genügt es nicht mehr, von Alkmene wie ein Ehemann geliebt zu werden. Er verlangt, sie solle „ihn als ihn selbst“ wie ihren Liebhaber begehren. Da reicht es Alkmene. Doch zugleich zweifelt sie an ihren Sinnen und Gefühlen, da nichts mehr ist, wie es zu sein scheint.
Nicolai Sykosch bringt Molières existenzielles Verwirrspiel von 1668 als turbulente Sommerkomödie im Innenhof des Japanischen Palais’ zur Aufführung, der dafür die ideale Kulisse bildet.