Soft Machine gehört ohne Zweifel zu einer der größten britischen Avant-Jazz-Rock-Bands aller Zeiten.
Es gibt Bands, die der Entwicklung der Musik folgen. Und dann gibt es Bands, die völlig neue Richtungen schaffen. Soft Machine gehört eindeutig zu Letzterem. Aus dem musikalisch fruchtbaren, regelbrechenden Untergrund Großbritanniens in den späten 1960er Jahre hervorgegangen, ritten sie nicht einfach auf der psychedelischen Welle – sie zerbrachen sie, setzten sie wieder zusammen und lenkten sie auf etwas viel Explosiveres, Intellektuelleres und Grenzenloseres als viele andere Bands. In diesen prägenden Jahren, in denen sie sich die Bühne mit Pink Floyd und The Jimi Hendrix Experience teilten, hob sich Soft Machine selbst unter den Pionieren hervor. Wo andere Transzendenz durch Atmosphäre oder Volumen suchten, verfolgte Soft Machine Struktur, Abstraktion, Wechselwirkung und Risiko. Und das ist bis heute so.
Ihre gerade erst erschienenes Album „Thirteen“ ist ein erneutes Zeugnis dieser anhaltenden kreativen Vitalität. Weit entfernt von einer retrospektiven Aussage, ist es eine mutige Fortsetzung – ein Werk, reich an harmonischer Tiefe, rhythmischer Raffinesse und einem erforschenden Geist. Hier spielt eine Band, die sich weigert, stillzustehen, die weiterhin Fragen stellt und weiterhin in unerforschtes Gebiet vordringt.