Als renforshort 2019 mit den Singles „waves“ und „mind games“ auf der Bildfläche erscheint, deutet sich bereits an, dass aus der jungen Kanadierin mal ein waschechter Popstar werden könnte. Die EPs „teenage angst“ (2020) und „off saint dominique“ (2021) bestätigen diesen Eindruck. Auf Alternative-Pop-Nummern der Sorte „i drive me mad“, „fuck, i luv my friends“ und „we’ll make this ok“ (featuring Travis Barker) vertont Ren ihre Erfahrungen und Gefühle, ihre Ängste und Unsicherheiten – und spricht damit zahlreichen Hörern aus der Seele.
Das Licht der Welt erblickt renforshort 2002 als Lauren Isenberg. Aufgewachsen in Toronto als Mitglied einer Musik-affinen Familie, beginnt sie ungefähr mit dem Eintritt ins Teenageralter eigene Songs zu schreiben. Als sie wenig später an einer Open-Mic-Session teilnimmt, entdeckt Ren, dass das Singen ihre große Leidenschaft ist. Nach den Veröffentlichungen von „waves“ und „mind games“ unterschreibt die frische gebackene Singer-Songwriterin ihren ersten Plattenvertrag – und veröffentlicht bald darauf ihre Debüt-EP „teenage angst“. Tracks wie „idc“, „bummer“ und allen voran „i drive me mad“ stoßen bei Liebhabern alternativer Popmusik ebenso wie bei Musikjournalisten auf positive Resonanzen.
renforshort begeistert mit facettenreichem Alt-Pop
Gleiches gilt für die zweite EP „off saint dominique“, die Im Juni 2021 erscheint. Vom Opener „wannabe“ über „Virtual Reality“, „lust to love“ und die Leadsingle „fall apart“ (mit glaive) bis zu „exception“ und „this is just a story“ präsentiert renforshort eine bemerkenswerte musikalische Bandbreite. Von elektronisch bis akustisch, von zart bis rockig, von Pop bis Grunge, kommt die zweite renforshort-EP wunderbar facettenreich daher. Gekonnt spielt die Newcomerin mit Stimmungen und Assoziationen. So wie auf dem Song „moshpit“, dessen Titel mindestens einen treibenden Rocksong vermuten lässt, der sich aber als ein eher nachdenklicher Track über eine toxische Beziehung entpuppt.
Auch in Sachen Lyrics ist renforshort breit aufgestellt und verarbeitet alles, was sie und andere Angehörige ihrer Generation beschäftigt, ob Liebe und Freundschaften oder das persönliche Selbstbild und die eigene mentale Gesundheit, wie etwa auf „i drive me mad“. Inspiration findet das aufstrebende Talent bei Künstlern wie Bob Dylan, Amy Winehouse oder Joni Mitchell. Dass sie ähnlich viel Herzblut in die Musik steckt wie ihre großen Vorbilder, hört man ihren Songs an. Das gilt ganz besonders live: Erste Erfahrungen vor größerem Publikum sammelte renforshort 2021, als sie Yungblud als Support auf seiner Tour durch das UK begleitete. Dass renforshort das Zeug hat, selbst die großen Hallen zu füllen, steht nicht erst seitdem außer Frage.