Als Post Malone Mitte der 2010er-Jahre auf der Bildfläche erscheint, fragen sich viele: Was ist er denn nun eigentlich – Rapper, Rockstar oder beides? Tatsächlich ist er sowohl als auch. Warum sich auch entscheiden und festlegen lassen? Schließlich wurde der Superstar während seiner musikalischen Sozialisation von Hip-Hop UND Rockmusik geprägt. Und so rocken Hits wie „Rockstar“, „Sunflower“, „Psycho“ oder „Circles“ auf ihre ganz eigene Art – auf Post-Malone-Art eben. Dass Post Malone live auf der Bühne mächtig abrockt, dürfte sich ebenfalls bereits hinlänglich herumgesprochen haben.
1995 als Austin Richard Post in Syracuse im US-Bundesstaat New York geboren, zieht Post Malone im Schulkindalter mit seiner Familie in die Nähe von Dallas. Musikalisch geprägt wird er vor allem von seinem Vater – und vom Videogame „Guitar Hero“. So bringt sich der junge Austin selbst das Gitarrenspiel bei und beginnt an ersten eigenen Songs zu tüfteln. Als er Rap für sich entdeckt, ist er davon ebenso fasziniert wie von Rockmusik. Einerseits Hip-Hop-Fan, andererseits zu High-School-Zeiten Gitarrist einer Metalcore-Band – schon vor seinem eigentlichen Karrierebeginn ist Post Malone musikalisch breit aufgestellt.
Von Dallas nach L.A.
Los Angeles ist bekanntlich ein gutes Pflaster für aufstrebende Musiker und auch Post Malone will es dort versuchen. Der Weg über das Internet ist naheliegend und erfolgversprechend. Als Basketballfan schreibt und veröffentlicht er schließlich den Song „White Iverson“, der sich auf den NBA-Spieler Allen Iverson bezieht. Im Netz bringt der Track dem Youngster mehr als beachtliche Klickzahlen ein – und als Resultat dieses Überraschungserfolgs den ersehnten Plattenvertrag beim zu Universal gehörenden Label Republic Records. Dort erscheint 2016 zunächst das Mixtape „August 26th“, bevor Ende desselben Jahres das Debütalbum „Stoney“ in den Läden steht.
„Stoney“ hält neben „White Iverson“ noch zahlreiche weitere Perlen bereit, darunter „Deja Vu“ (featuring Justin Bieber), „I Fall Apart“ und „Congratulations“ (mit Quavo von Migos). In den USA kann sich das Debüt auf Anhieb in den Top Ten platzieren und erreicht schlussendlich Multiplatinstatus. Auch in Deutschland feiert Post Malone 2016 erste Erfolge, aber so richtig steil geht er hierzulande 2018 mit dem Nachfolgealbum „Beerbongs & Bentleys“. Größter Hit der Platte ist „Rockstar“ feat. 21 Savage. Zu den weiteren Kollabo-Tracks zählen „Psycho“ mit Ty Dolla $ign, „Ball for Me“ mit Nicki Minaj und „Spoil My Night“ featuring Swae Lee. Gemeinsam mit Letzterer liefert Post Malone auf seinem nächsten Album „Hollywood’s Bleeding“ sowie auf dem Soundtrack zu „Spider-Man: Into the Spider-Verse“ den Überhit „Sunflower“ ab.
„Hollywood’s Bleeding“, „Twelve Carat Toothache“, „Austin” & „F-1 Trillion”
„Hollywood’s Bleeding“ kommt mit einer höchst abwechslungsreichen Gästeliste daher, auf der neben Rappern wie DaBaby („Enemies“) oder Young Thug („“Goodbyes“) auch die waschechten Rocker Ozzy Osbourne und Travis Scott („Take What You Want“) stehen. Apropos Rocker: Post Malones Feature auf „Tommy Lee“ von Tyla Yaweh fügt sich perfekt in das Bild vom rappenden Rockstar ein. 2022 ist es Zeit für Album Nr. 4. Dieses trägt den Titel „Twelve Carat Toothache“ und enthält erwartungsgemäß einige spannende Features. So gibt sich etwa Doja Cat auf „I Like You (A Happiger Song)“ die Ehre, Roddy Ricch ist auf „Cooped Up“ zu hören und The Weeknd veredelt „One Right Now“. 2023 veröffentlicht er dann mit „Austin“ sein bis dato persönlichstes Album – nur konsequent, dass die Platte seinen bürgerlichen Vornamen trägt. Auf dem Album entfernt er sich deutlich vom Rap, schlägt eher Folk-, Softrock- und Synthpop-Töne an. Die Single „Chemical“ wird zum weltweit gefeierten Hit. Das 2024 veröffentlichte „F-1 Trillion“ folgt einer weiteren musikalischen Leidenschaft des Musikers – die Platte ist ein reinrassiges Country-Pop-Album. Wurde bei den Grammys 2025 gar in der Kategorie „Best Country Album“ nominiert. Zahlreiche Genre-Größen wie Dolly Parton, Morgan Wallen, Tim McGraw, Luke Combs und viele, viele mehr sind darauf mit Gastbeiträgen vertreten.
Inzwischen hat Post Malone eine ordentliche Anzahl Superhits und Fan-Favoriten im Repertoire, die er auf Tour zum Besten gibt. Kein Wunder, dass sich auch in Deutschland die Arenen füllen, wenn Post Malone vorbeischaut – die Songs, die Show und die wahnsinnige Energie des gefeierten US-Musikers garantieren einen denkwürdigen Konzertabend.