Mit harten Lyrics und softer Stimme hat Pajel 2021 in der Deutschrap-Szene mächtig Staub aufgewirbelt. „10von10" heißt der Track, der den Newcomer schlagartig bekannt gemacht und sowohl in den offiziellen als auch den Spotify-Charts in luftige Höhen katapultiert hat. Hört man sich die ersten Singles „Nie gesehen" mit Celo & Abdi, „Verkackt", „Hausbesuch" oder eben „10von10" an, versteht man sofort, warum Pajel derart gut ankommt. Diese Stimme ist einzigartig im deutschsprachigen Hip-Hop und auch die Bars und Flows sind vom Feinsten.
Pajel bringt nicht nur frischen Wind in die Szene, er lenkt den Fokus auch auf eine bisher nicht für Rap bekannte Stadt. Ob Neuss bei Düsseldorf die neue Rap-Hochburg Deutschlands wird, bleibt abzuwarten. Nahezu sicher ist aber, dass Pajel eine glorreiche Zukunft bevorsteht. Wer derartige Erfolge erzielt, ohne auch nur ein Mixtape oder eine EP vorgelegt zu haben, muss eine Menge Talent besitzen. Schon bevor er einen Vertrag bei Sony Music unterzeichnet hatte, sammelt Pajel fleißig Klicks auf YouTube. Mit „10von10" geht er schließlich auf allen Kanälen inklusive TikTok durch die Decke. Inzwischen gibt es den Banger auch als Remix mit Luciano und Headie One.
Pajel macht einen „Hausbesuch"
Der Reiz von Pajels Musik liegt im Kontrast zwischen der sanften, markanten Stimme, die genauso gut zu einer R&B-Nummer passen würde, und den Texten, die sich mitunter – wie im Falle von „Hausbesuch" – in die Kategorie Straßenrap einordnen lassen. Worüber Pajel da mit engelsgleicher Stimme singt und rappt, offenbart sich aber erst beim genaueren Hinhören, was ebenso raffiniert wie effektiv ist. So trifft der Neusser mit seiner originellen Mischung mitten ins Schwarze.
Zu Beginn einer Karriere ist es nur schwer absehbar, ob es sich bei einem Künstler um eine Eintagsfliege handelt oder um das nächste große Ding. Im Falle dieses jungen Rappers ist es jedoch noch schwerer vorstellbar, dass er schnell wieder von der Bildfläche verschwindet. Nein, Pajel ist gekommen, um zu bleiben!