Afrobeat, Soul, Spoken Work – es ist ein ungewöhnlicher Stilmix, den Obongjayar mit seiner Musik an den Tag legt. Zu hören ist dieser etwa auf dem Debütalbum des nigerianischen, in London residierenden Musikers. „Some Nights I Dream of Doors“ lautet der Titel des auf vier EPs folgenden Erstlings. Das Album ist sein bislang persönlichstes Werk – und die Platte die ihn erstmals als Headliner auf ausgedehnte Tour durch das UK, Europa, Nordamerika sowie nach Australien führt. Mit Songs wie „I Wish It Was Me“, „Message in a Hammer“ oder „Tinko Tinko (Don’t Play Me for a Fool)“ sprengt Obongjayar auf „Some Nights I Dream of Doors“ Genregrenzen.
Steven Umoh, wie Obongjayar mit bürgerlichem Namen heißt, wächst in Calabar in Nigeria auf. Während seine Mutter in Großbritannien lebt, wächst Steven bei seiner Großmutter auf. Im Alter von 17 Jahren folgt er seiner Mutter nach England. Seine ersten öffentlichen musikalischen Schritte macht Obongjayar auf SoundCloud, wo er nicht nur die Aufmerksamkeit der Plattform-User auf sich zieht, sondern auch die des Plattenproduzenten Richard Russell. 2016 erscheinen unter dem Titel „Home“ die erste EP sowie die darauf enthaltene Single „Creeping“, gefolgt von einer weiteren EP namens „Bassey“ 2017. Den Grundstein für seine Musikkarriere hat Obongjayar damit gelegt.
Weitere EPs und das Debütalbum „Some Nights I Dream of Doors“
Bis zum ersten Album muss sich Obongjayars wachsende Fangemeinde anschließend noch ein paar Jahre gedulden. Stattdessen releast der Newcomer zunächst weitere Singles und EPs: 2020 erscheint „Which Way Is Forward?“ mit den Singleauskopplungen „Still Sun“, „10K“ und „Frens“. 2021 gibt es die in Zusammenarbeit mit Producer Sarz entstandene „Sweetness“-EP mit der Single „Gone Girl“ und dem Track „If You Say“ zu hören. Im Mai 2022 ist es dann endlich soweit und Obongjayar droppt seinen ersten Longplayer. Dieser enthält 12 Tracks, darunter die Singles „Try“, „Message in a Hammer“ und „Tinko Tinko (Don’t Play Me for a Fool“ sowie „I Wish It Was Me“, der im Louke Man Remix auch als Single erscheint. „Some Nights I Dream of Doors“ stößt bei Fans wie Musikkritikern auf überaus positive Resonanzen und zementiert Obongjayars Ruf als außergewöhnlichen und eigenständigen Künstler.
Neben Solo-Veröffentlichungen hat Obongjayar die Aufmerksamkeit von Musikfans auch durch Kollabos und Features auf sich gezogen, allen voran „adore u“ mit Fred Again. 2019 ist er auf zwei Songs des Albums „U Know What I’m Sayin’?“ des Rappers Danny Brown zu hören. 2021 holt ihn Little Simz für seine Single „Point and Kill“ an Bord. Und 2022 hat der Sänger ein Feature auf „Protein“ von Jeshi. 2023 macht er in Sachen Releases vor allem mit der Single „Just Cool“ und dem zum Hit avancierten „adore u“ von sich reden. Darüber hinaus tourt Obongjayar 2023 und 2024 fleißig und gibt Konzerte in ganz Europa, einschließlich Deutschland. Man kann davon ausgehen, dass er bei diesen Auftritten zahlreiche neue Fans gewinnen konnte.