Paris, 1947: Die Familie Volkonsky, Nachfahren eines der ältesten russischen Adelgeschlechter, beschließt die Rückkehr in ihre ursprüngliche Heimat. Die Hoffnung, dem eigenen Land nach dem verheerenden Krieg von Nutzen zu sein, ist groß. Der Sohn André ist ein aufstrebender Komponist, der bald erste Erfolge erzielt und mit seiner Weltoffenheit zur Ikone unter den Intellektuellen wird. Doch sein europäisch geprägter Geist passt nicht in die sozialistische Lebenswirklichkeit. Seine Musik ist hier unerwünscht und wird inoffiziell verboten. Dennoch wird er andere Wege finden, seinem Publikum jenseits der ideologisch geprägten Kunstagenda neue Horizonte zu eröffnen …
NeoBarock und die Schauspielerin Alexandra Lowygina zeichnen anhand historischer Dokumente und im musikalischen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart ein Audiopsychogramm des Komponisten und Alte-Musik-Wegbereiters André Volkonsky.
Ensemble NeoBarock:
Stanislav Gres - Cembalo, Klavier
Maren Ries - Barockvioline, Viola
Alexandra Lowygina - Rezitation
Im Programm:
Fürst André Volkonsky (1933–2008): Musica stricta (fantasia ricercata) / Sonate für Viola und Klavier sowie Werke von Giles Farnaby, Giromalo Frescobaldi, Tigran Mansurian und Valentin Silvestrov.
Texte aus André Volkonskys Memoiren und Gesprächen mit Zeitzeugen.