Straßenkunst kann graue Mauern bunt machen, Mauern einstürzen lassen, ein Versprechen geben, auf Wandel, auf eine bessere Zukunft, schreien, flüstern, provozieren, auf neue Gedanken bringen oder einfach nur Freude machen.
All das und mehr haben die Künstler von MAGIC CITY getan.
AIKO | Tokio, Japan / New York City, USA. Expertin der Provokation, hat mit ihren spontanen Paste-Ups und Stencils die aktuelle Welle der globalen Street-Art-Bewegung mitausgelöst.
Anders Gjennestad | Arendal, Norwegen / Berlin, Deutschland. Die Figuren in seinen mehrschichtigen Schablonenbildern sehen zwar fotorealistisch aus, brechen aber alle Regeln der Physik.
Andy K | Dresden, Deutschland. Kam von der Breakdance- zur Street-Art-Crew und ist obendrein DJ, Grafikdesigner und Urban-Art-Festival-Starter in Dresden.
Asbestos | Dublin, Irland. Mit intelligentem Witz reißt der Mixed-Media-Meister verschwundene Dinge aus der Vergessenheit und Passanten aus ihrem Alltagstrott.
Banksy | Großbritannien. Immer noch erfolgreich anonym ist er das Synonym schlechthin für eine gelungene Verbindung von Ästhetik und politischer Botschaft.
Ben Heine | Brüssel, Belgien. Lässt Menschen in abstrakten Gemälden verschwinden und im Match Bleistift gegen Kamera und Fantasie gegen Realität antreten.
Benuz | Mexiko / Dresden, Deutschland. Wechselte vom Skateboard zur Street Art, heute sprechen die Geister der mexikanischen Mythologie aus den Ornamenten des modernen Kalligrafen.
Biancoshock | Mailand, Italien. Mehr als 700 Interventionen am Schnittpunkt von Aktivismus, Performance und Street Art sprengen alle vorgefertigten Kategorien.
Blek le Rat | Paris, Frankreich. Der Begründer der internationalen Stencil-Bewegung hat der Ratte zu ungeahntem Ruhm verholfen. Heute nutzt er seinen eigenen Ruhm, um auf soziale Probleme aufmerksam zu machen.
Bond TruLuv | Leipzig, Deutschland. Ist weltweit unterwegs, um mit seiner Kombination aus Sprühfarbe, langzeitbelichteter Fotografie und „Light Writing“ Realität, Graffiti und Raum miteinander verschmelzen zu lassen.
Bordalo II | Lissabon, Portugal. Der Upcycling-Künstler tritt mit neuen Arbeiten aus alten Materialien den Kampf gegen Konsumwahn, Habgier und Materialismus an.
Brad Downey | USA / Berlin, Deutschland. Bringt mit anarchisch-komischen Verwandlungen von städtischem Mobiliar die Konventionen
des urbanen Lebens zum Einsturz. Christy Rupp | New York City, USA. Die Umweltkünstlerin formt ihre Arbeiten aus Geflügelknochen der Fast- Food-Branche, macht aus Kreditkartenwerbung Skulpturen von Säugetieren und anderes mehr.
Dan Witz | New York City, USA. Einer der Vorreiter der Street Art und seit den 1970ern im Einsatz, kreiert unentwegt neue spielerische wie politische Interaktionen mit urbanen Elementen.
Daze | New York City, USA. Schaffte als einer der ersten den Sprung von der U-Bahn ins Atelier – und von dort in die bedeutendsten Museen und die Privatsammlungen von Madonna und Eric Clapton.
Ericailcane | Bologna, Italien. Der Meister düsterer Märchen, in denen Tiere die dunkle Seite der menschlichen Natur offenbaren, nimmt die Themen Entfremdung, Satire und Existenzialismus in den Fokus.
Ernest „ZACH“ Zacharevic | Vilnius, Litauen. Macht die Stadtlandschaft zum entscheidenden Requisit seiner Murals, die sich als experimentelle Antworten auf seine Umgebung verstehen.
Faith 47 & Imraan Christian I Kapstadt, Südafrika. Faith47, die baufällige Gebäude in Orte spiritueller Befreiung verwandelt, hat sich mit Imraan Christian verbündet, bekannt für seine empfindsamen Fotos der Studentenproteste #feemustfall in Südafrika.
FINO‘91 | Berlin, Deutschland. Ihm war es nicht mehr genug, seine schrillen Wholecars durch Berlin fahren zu sehen: Er baut sich jetzt seine eigenen Züge.
Ganzeer | Kairo, Ägypten / Los Angeles, USA. Die Huffington Post zählt ihn zu den „25 Street-Art-Künstlern der Welt, die die Kunst im öffentlichen Raum verändert haben“, nicht zuletzt beim Arabischen Frühling in Kairo.
Gregor Wosik | Mönchengladbach, Deutschland. Zeigt eine gewisse Neigung zu großflächiger Malerei: Sein Projekt in Wilhelmshaven – 1.500 Quadratmeter – brach 2012 alle (Guinness-)Rekorde.
Henry Chalfant | New York City, USA. Der Graffiti-Insider bekam New Yorks frisch besprühte Züge oft als erster vor die Linse – und trug mit seinen Fotos wesentlich dazu bei, Graffiti weltweit bekannt zu machen.
HERAKUT | Berlin, Deutschland. Das Duo macht Kunst mit sozialer Strahlkraft – nicht nur in den besten Gegenden, sondern auch in Flüchtlingslagern, querfinanziert durch Ausstellungen in renommierten Museen.
Icy & Sot | Iran / New York City, USA. Das persische Brüderpaar durchbricht die Zensur und propagiert in seinen eindrucksvollen Stencils eine Welt ohne Grenzen, Krieg und Waffen.
INSA | London, Großbritannien. Setzt in seinen konsumkritischen Arbeiten jegliche Konzepte von Zeit und Raum außer Kraft – wenn es sein muss, auch aus dem Weltraum.
Isaac Cordal | Pontevedra, Spanien / Brüssel, Belgien. Der frühere Death-Metal-Gitarrist bevölkert die Straßen mit Unmengen von Miniaturmenschen in allerlei absurd misslichen Lagen.
Jaime Rojo | New York City, USA. Mitbegründer von „Brooklyn Street Art“, dokumentiert die Kunst auf den Straßen der Welt und ist dabei quasi selbst Künstler auf seiner Seite der Kamera.
Jens Besser | Dresden, Deutschland. Ist in beiden Welten zuhause: Er macht nicht nur selbst Street Art, sondern auch Ausstellungen und Bücher darüber.
Jordan Seiler | New York City, USA. Untersucht die Rolle der kommerziellen Medien im öffentlichen Raum und engagiert sich für eine urbane Landschaft, die gesellschaftliche Bedürfnisse über eine kommerzielle Agenda stellt.
Juandres Vera | Monterrey, Mexiko. Macht mit beeindruckenden Murals und Anamorphosen multi-dimensionale Street Art von hyperrealistisch bis hypermetaphorisch.
Leon Keer | Utrecht, Niederlande. Meister der anamorphen Kunst, lässt sich gerne über die Schulter schauen: Bei ihm wird die Entstehung seiner verblüffenden Asphaltgemälde zum öffentlichen Event.
Loomit | München, Deutschland. Beeinflusst von Bayerischen Barockkirchen und der Sprüher-Szene der Bronx hinterlässt der Allgäuer Graffiti-Pionier seine Spuren auf den Wänden der Welt.
MadC | Halle, Deutschland. Bannt die Energie, die beim Sprühen auf Straßen und Zügen freigesetzt wird, in transparent leuchtende Schriftzüge und atemberaubende Installationen.
Mark Bode | San Francisco, USA. Hat nicht nur die legendären Underground-Comicfiguren seines Vaters Vaughn wiedererweckt, er macht auch selbst geniale Comics, Graffitis und Tattoos.
Martha Cooper | New York City, USA. Die legendäre Fotografin hat die New Yorker Graffitibewegung nicht bloß dokumentiert, sondern deren Bedeutung damit überhaupt erst klar gemacht.
Motomichi Nakamura | New York City, USA. Beschränkt sich bewusst auf drei Farben – Schwarz, Weiß und Rot – und plakative Formen, um menschliche Urängste und gesellschaftliche Phobien auf den Punkt zu bringen.
Niels Shoe Meulman | Amsterdam, Niederlande. Revolutionierte die Kunst des Writings, als er die Bewegung Calligraffiti ins Leben rief: „Ein Wort ist ein Bild, und Writing ist Malerei.“
OAKOAK | Saint Etienne, Frankreich. Macht mit Einflüssen aus der Pop- und Geek-Kultur die Stadt zu seinem Spielplatz und Spaß zu einer Form von Aktivismus.
Odeith | Lissabon, Portugal. Seine dreidimensionalen Werke springen einen aus dunklen Ecken an und katapultieren anamorphes Graffiti auf ein neues Level.
OLEK | Polen / New York City, USA. Häkelt ihre beißende Kritik in grellbuntem Garn und verwebt damit Sex, Feminismus, Mode, Kunst, Handwerk und Public Art.
Ori Carino & Benjamin Armas | New York City, USA. Erschaffen aus Ziegeln, Mörtel, Dachpappe und Farbe faszinierende Objekte zwischen Skulptur und Installation.
QI Xinghua | Beijing, China. Chinas erster 3D-Künstler überhaupt, hat sich mit seinen überdimensionalen Gemälden einen Stammplatz im Guinness-Buch der Rekorde gesichert.
Replete | Leeds, Großbritannien. Multipler Experte für Videospiel-Kunst und dreidimensionales Graffiti, bewegt sich haarscharf jenseits der Legalität, um Farbe in ungeliebte und vergessene Ecken zu bringen.
ROA | Gent, Belgien. Präsentiert in haushoher Vergrößerung seine wilden Kreaturen, denen er an den Rändern und in den Trümmern unserer urbanen Gesellschaft begegnet.
Ron English | Beacon, USA. Kapert komplette Werbewände und macht mit seiner „POPaganda“ vor den Heiligtümern der Kunstgeschichte definitiv nicht Halt.
Shepard Fairey | Los Angeles, USA. Ein sehr politischer Künstler: Landete mit seinem HOPE-Poster zur Obama- Kampagne einen viralen Hit, der es bis in die Simpsons- Serie und in die namhaftesten Museen brachte.
Skewville | New York City, USA. Wer irgendwo auf der Welt ein Paar Holz-Turnschuhe an einer Telefonleitung baumeln sieht – die stammen von diesen schrägen Zwillingsbrüdern.
Slinkachu | London, Großbritannien. Setzt seit 2006 seine Miniaturmenschen auf den Straßen in verschiedenen Städten der Welt aus. Fast 150.000 Follower schauen ihm auf Instagram dabei zu.
SpY | Madrid, Spanien. Lässt sich von dem Material inspirieren, das die Stadt bietet, und macht Kunst, die Sand ins Getriebe deren träger Maschinerie streut.
The London Police | Amsterdam, Niederlande. Haben sich 1998 aus England aufgemacht, um die optisch enttäuschenden Straßen von Hollands Hauptstadt zu verjüngen. Mit Erfolg!
Tristan Eaton | New York City, USA. Erhielt Aufträge von Nike, Versace und sogar Barack Obama. Seine akribischen Freihand-Murals sind in Metropolen von Paris bis Shanghai zu sehen.
Truly | Turin, Italien. Mit ihren revolutionären optischen Illusionen drehen die vier Künstler und Designer die Wirklichkeit einmal komplett durch den Fleischwolf.
WENU | Hongkong / Berlin, Deutschland. Die vier Multitalente betreiben ihre einzigartig irrwitzige Stadtgestaltung für “we ‘n’ you”.
WON ABC | München. Thematisiert in seinen oft kirchenkritischen Apokalypsen den Sieg der Natur über die Technik, der Fantasie über das Funktionale einer zu Tode organisierten westlichen Welt.
Yok & Sheryo | Australien / Singapur / New York, USA. Das „Danger couple“ verbindet erfolgreich Skateboard- Grafiken und Surferkultur mit Psychoanalyse und unverblümtem Kitsch.