Der Berliner Mechaniker und Tüftler Fritz Steppke verwirklicht seinen Traum vom Fliegen und reist mit einer illustren Gesellschaft in seinem selbstgebauten Raketenballon auf den Mond. Dort landen mit ihm auch seine resolute Vermieterin Frau Pusebach, Tante seiner Verlobten Marie, sowie sein Freund Pannecke, der mit der Pusebach verbandelt ist. Die Erdenbewohner machen eine überraschende Entdeckung: Der Mann im Mond ist eine Frau — Frau Luna, und bei ihr und den anderen Göttern der Gestirne herrscht beste Feierlaune: Lasst den Kopf nicht hängen, Kinder, seid nicht dumm! Der erfinderische Geist wird auch in Liebesdingen herausgefordert, doch am Schluss landet ein jeder Stern bei seiner Schnuppe.
Uraufgeführt am 1. Mai 1899 im Berliner Apollo-Theater, ist dieses burlesk-phantastische Ausstattungsstück ein Klassiker der Berliner Operette und für seine eingängige Musik sowie die traumhafte Handlung bekannt. Immer wieder überarbeitet, erlangte die Operette mit zusätzlichen Musikstücken 1922 ihre Endfassung. Lincke gilt als Begründer der Gattung, mit ihrem typisch berlinerischen Tonfall, der humorvollen und milieunahen Darstellung des Berlin der kleinen Leute um 1900, häufig mit zackiger Marschmusik. Der bekannteste dieser Märsche: "Das ist die Berliner Luft, Luft, Luft …" aus Linckes Meisterstück Frau Luna – und das ist nur einer der Gassenhauer dieses frechen Singspiels.
Von der Landesbühne Schwaben inszeniert mit sieben Darstellenden und Band.