Kristian Kokol ist ein Ausnahmetalent der deutschen Kleinkunst. Sein Programm als absurd zu bezeichnen wäre noch untertrieben. Manche sagen, er ist wie ein Film. In der Regie ein Quäntchen Tarantino, auf der Bühne mit einer darstellerischen und inhaltlichen Anarchie versehen, die auch gut zu einem Harvey Keitel, Tim Roth oder Christoph Waltz passen würde. Die komischen Momente verschmelzen in seinem Auftritt zu einem Gesamt-kunstwerk, das in dieser Form einzigartig ist. Szenekenner betiteln ihn als Avantgardisten und loben sein Handwerk. Kristian Kokol ist kein Komiker, sondern eine reale Kunstfigur.
Kristian Kokol wurde in Krefeld geboren. Nach dem Abitur an der Bischöflichen Maria Montessori Schule arbeitete er ziellos in mehreren Nebenjobs u. a. beim Krefelder Stadttheater. Irgendwann zog er nach Köln, welches Ihn mit offenen Armen empfing. Dort machte er eine Ausbildung zum Student, um nachher Ausbildungen zu studieren. Orientierungslos am Tage, tummelte er sich des nächtens in der Kleinkunstszene. Der nicht einzuordnende junge Künstler avancierte zum Avantgardisten. Über Empfehlungen kam es zur Zusammenarbeit mit anderen Avantgardisten wie zum Beispiel Leo Bassi. Kokol eröffnete das ausverkaufte Kölner Gloria Theater für Bassi und interagierte sogar in der Vorstellung als Statist weiter an der Seite des von Kritikern gefeierten Anarcho-Clowns.
Jetzt ist Kristian Kokol gern gesehener Gast bei TV Total, Nightwash und dem Quatsch Comedy Club sowie zahlreichen überregionalen Kleinkunstshows des Landes. 2011 gewann er den Prix Pantheon Publikumspreis "klotzen und glotzen". Mit großem Erfolg bespielte er danach mit 1Live die Universitäten des "Sektors". So erfolgreich, dass ihm 1Live eine eigene Kolumne einrichtete: "Freak".