KMFDM ist eine deutsche Industrial-Rock-Gruppe, welche am 29. Februar 1984 im Rahmen der Eröffnung einer Ausstellung junger europäischer Kunstschaffender im Grand Palais von Paris auf Initiative von Sascha Konietzko und Udo Sturm aus der multinationalen Kunstgruppe „Erste Hilfe“ hervorging. Der Sänger Sascha Konietzko stammt aus Deutschland, weswegen auch einige Albumtitel, Musiktitel und Liedtexte teilweise oder ganz in Deutsch verfasst sind.
Bandgeschichte
Bald nach Gründung schon vervollständigten der Engländer Raymond „Pig“ Watts und En Esch (Klaus Schandelmaier) am Schlagzeug die Besetzung. KMFDM nahm u. A. auch mit verschiedenen Gastmusikern wie Bill Rieflin und Nivek Ogre von Skinny Puppy oder Nina Hagen einige Stücke auf und ging z. T. auch mit diesen Künstlern auf Tour. „KMFDM“ ist ein Akronym für den gewollt unsinnigen und grammatikalisch inkorrekten deutschen Satz „Kein Mehrheit Für Die Mitleid“.
KMFDM verließen nach dem ersten, niemals veröffentlichten Album „Opium“ den musikalischen Hamburger Underground. Mit dem wachsendem Erfolg US-amerikanischer Industrial-Metal-/Industrial-Rock-Bands zu Ende der 1980er-Jahre, allen voran Ministry, erlangte auch KMFDM einen wachsenden Bekanntheitsgrad. Zuerst unterschrieb die Band beim Label Wax Trax in Chicago, kurz danach folgen Auftritte im Vorprogramm von Ministry. Danach beschloss Sascha Konietzko Anfang 1991, die Heimat von KMFDM in die USA, nach Chicago zu verlegen. Es folgt die erste Tour als Headliner in den Vereinigten Staaten mit dem Album „Money“.
Als die Band das erste Mal durch die USA tourte, gab man Journalisten, die kein Deutsch konnten, verschiedene andere englische Wortbedeutungen für KMFDM, u. A. Kill Mother Fucking Depeche Mode, Kidnap Madonna For Drug Money und Kylie Minogue Fans Don’t Masturbate. KMFDM haben über die Jahre immer wieder humoristische Einlagen, so z. B. der Song „Intro“ in welchem sich die Band schwer über sich selbst belustigt oder auch der Song „Sucks“, der den Slogan der Band formte, welcher immer wieder in ihrer Diskografie auftaucht. Nach dem Bankrott von Wax Trax zieht Sascha Konietzko nach Seattle, En Esch verschlägt es nach New Orleans. In Seattle entstehen auch die Alben „Xtort“ und „Symbols“, auf denen eine Reihe von Gastmusikern ihre Beiträge einbrachten.
Am 22. Januar 1999 lösten sich KMFDM auf und veröffentlichen mit „Adios“ das vorerst letzte Album. En Esch gründet zusammen mit Guenter Schulz ein neues Projekt unter dem Namen Slick Idiot, während Sascha Konietzko 2000 zusammen mit Tim Skold (ex-Shotgun Messiah) und der Ex-Drill-Sängerin Lucia Cifarelli „MDFMK“ begründet und in dieser Besetzung ein Album auf Republic/Universal veröffentlicht.
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