Sie gehört zur neuen Generation queerer Popstars und gibt damit zahlreichen jungen Frauen eine Stimme. Vor allem aber ist King Princess eine hochtalentierte Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin, was ihre Alben „Cheap Queen“ (2019) und „Hold On Baby“ (2022) mit Songs wie „Ain’t Together“, „Prophet“, „Little Brother“ oder „For My Friends“ eindrücklich unter Beweis stellen. Seit ihrer Debütsingle „1950“ steht ihr Künstlername für melancholisch-romantische Indie-Popsongs, die mal ruhig, mal mit rockigen Retro-Gitarrensounds daherkommen.
Mikaela Straus, wie King Princess mit bürgerlichem Namen heißt, wird 1998 in Brooklyn, New York geboren. Ebendort kommt sie im Tonstudio ihres Vaters von Kindesbeinen an mit Musik und deren Produktion in Berührung. Inspiriert von diesem Umfeld, spielt sie verschiedene Instrumente wie Gitarre, Klavier und Schlagzeug. Nach der Schule beginnt sie ein Studium an der USC Thornton School of Music in Los Angeles, bricht dieses allerdings ab, um ihre Musikkarriere voran zu bringen. Einer kleinen Fangemeinde ist King Princess zu diesem Zeitpunkt bereits durch ihre Aktivitäten auf YouTube und Co. bekannt. Der Künstlername drückt übrigens ihre genderqueere, also nichtbinäre, Identität aus: King Princess ist König und Prinzessin gleichzeitig.
2018: King Princess startet mit „1950“ durch
Welch enormes musikalisches und stimmliches Talent Mikaela Straus besitzt, erkannte die Musikindustrie, in deren Dunstkreis die Sängerin dank ihres Vaters aufwuchs, schon vor dem Eintritt ins Teenageralter: Ihren ersten Plattenvertrag hätte sie bereits mit elf Jahren unterschreiben können. In weiser Voraussicht wartet sie jedoch damit, bis sie erwachsen, als Künstlerin gereift und dem Musikbusiness gewachsen ist. Erst dann unterzeichnet King Princess beim Plattenlabel Zelig Records, das Mark Ronson gehört und an Columbia Records angeschlossen ist.
2018 ist es soweit und die Single „1950“ gibt den Startschuss für die Musikkarriere der New Yorkerin. Das queere Liebeslied entstammt der EP „Make My Bed“, die darüber hinaus aus den Songs „Talia“, „Upper West Side“, „Holy“ sowie dem Titeltrack besteht. Inzwischen verzeichnet „1950“ Streams im dreistelligen Millionenbereich. Auch mit Tracks wie „Pussy Is God“, „Hit the Back“, „Prophet“ oder „PAIN“ und den Alben „Cheap Queen“ und „Hold On Baby“ erreicht King Princess eine beachtliche Hörerschaft – und das nicht nur innerhalb der LGBTQ+-Community. Wer auf ehrlichen, zeitgemäßen, besonderen Gitarrenpop steht, sollte sich King Princess unbedingt einmal anhören.