Glen Hansard ist ein Singer-Songwriter wie er im Buche steht. Seit den 1990ern beherrscht der Ire Genres wie Folk, Rock, Jazz, Indie und Pop gleichermaßen wie das Songwriting und vereint all diese Einflüsse mit seiner einzigartigen Stimme zu authentischen Songs. Dass seine Lieder von intensiven Gefühlen, Leidenschaft und einer gewissen Intimität getrieben werden, liegt in der Natur der Sache. Dennoch ist seine Kunst weit mehr als er, seine Gitarre und ein paar Lovesongs. Nach jahrelanger Band-Erfahrung mit seiner Rockband The Frames, als Tourmember von Eddie Vedder und Teil des Folk-Duos The Swell Season widmete sich Glen Hansard mit seinem Soloprojekt der logischen Konsequenz seiner vielseitigen Karriere als Musiker sowie Schauspieler. Daraus entstanden bis 2023 fünf Solo-Studioalben, die allesamt in die deutschen Charts einstiegen, sowie ein Live-Album. Mit seinem neusten Langspieler „Don’t Settle (Vol. 2 - Transmission East)“ im Gepäck führte es Glen Hansard mit seiner Band im Mai nach Köln, Berlin, München und Hamburg. Eine Chance, den Singer-Songwriter 2026 solo live zu erleben gibt es dann noch am 7. Oktober im Leipziger Haus Auensee.
Glen Hansards Karriere begann auf den Straßen Dublins, in denen er schon im Teenageralter als Straßenmusiker spielte. Eine Welt, die ihn gänzlich einfing und ein Feuer entfachte, aus dem 1989 die Band The Frames entstand. Die dort erworbene Authentizität seiner Musik führte Glen Hansard 1991 als Schauspieler in Alan Parkers „The Commitments“ (1991), was ihn auf eine weltweite Bühne brachte und seine Band in den Folgejahren international bekannt werden ließ. 2006 spielte der Singer-Songwriter im Musikfilm „Once“, einer fast schon zu fantastischen Erfolgs- und Liebesgeschichte, die ihn mit Markéta Irglová verband und den Grundstein für The Swell Season legte. Der Song „Falling Slowly“ wurde daraufhin zum größten Erfolg des Musikers und belohnte das Duo mit einem Oscar. Nachdem sich Glen Hansard schließlich dazu entschied, auch als Solokünstler Musik zu veröffentlichten, brachte ihn sein Debütalbum „Rhythm and Repose“ mitsamt der ruhigen Ballade „High Hope“ 2012 in die Top 3 der irischen Albumcharts. Es folgten „Didn’t He Ramble“ (2015), „Between Two Shores“ (2018), „This Wild Willing” (2019) sowie „All That Was East Is West of Me Now“ – vier Soloalben, die allesamt mit Einflüssen und Beiträgen von Marketa sowie Mitgliedern von The Frames entstanden. Mit seinem neuesten Werk „Transmissions East and West“ zeigt Hansard 2026 nun die Tiefe seiner Talente und seines Songwritings. Die beiden Alben entstanden vor einem Publikum im Funkhaus Berlin und fungieren als live aufgenommenes 22 Songs umfassendes Songbook seiner bisherigen Karriere. Weder als Best-of-Werk noch als Greatest-Hits-Album zu bezeichnen, widmet sich Hansard Klassikern seiner Karriere als Solomusiker sowie Mitglied von The Frames und The Swell Season, dabei erweckt er diese Lieder mit frischen Twists zu einem neuem Leben. Ein Ende markiert das Doppelalbum jedoch lange nicht. Wie er selbst lachend sagt, sei er zwar nun in einem Alter, wo er entweder den Fuß vom Gaspedal nimmt oder Gas gibt. Stellt aber selbstsicher klar: „Ich denke, ich muss Gas geben.“