Als Fury in the Slaughterhouse 2017 anlässlich ihres 30-jährigen Bandjubiläums nach langer Pause endlich wieder auf der Bühne stehen, ist die Freude groß – nicht nur in der Fangemeinde, sondern auch bei den Hannoveranern selbst. Die Jubiläumsshows machen so viel Spaß, dass die Jungs gleich noch ein paar Konzerte dranhängen. Und schwupp, einmal Blut geleckt, können die Furys der Versuchung eines neuen Albums nicht mehr widerstehen: Mit „NOW” liefern Fury in the Slaughterhouse 2021 schließlich ihr 14. Studioalbum ab. Da sieht man mal, wie sehr ihr Herz an der Band hängt – sie können schlichtweg nicht anders, als gemeinsam Musik zu machen.
Mit ihrem Comeback machen Fury in the Slaughterhouse dort weiter, wo sie mit „Don’t Look Back” und ihrer „Farewell & Goodbye”-Tour aufgehört haben – sehr zur Freude Tausender Fans, für die Fury-Hymnen wie „Won’t Forget These Days”, „Radio Orchid” oder „Every Generation Got Its Own Disease” den Soundtrack ihres Lebens darstellen. 1987 erscheint die Band um die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder mit „dto.” erstmals auf der Bildfläche. Die eingängigen Rocksongs mit englischsprachigen Texten stoßen von Anfang an auf positive Resonanz und nur zwei Jahre nach ihrer Bandgründung spielen Fury in the Slaughterhouse Live-Konzerte in ausverkauften Hallen.
Fury in the Slaughterhouse auf ihrem Karrierehöhepunkt
Die ganz große Erfolgswelle, die sie von Europa bis in die Staaten trägt, reiten die Furys in den Neunzigern mit ihren Alben „Mono”, „The Hearing and the Sense of Balance” und „Brilliant Thieves”. 1996 verlässt Bassist und Gründungsmitglied Hannes Schäfer die Gruppe, seitdem bedient Christian Decker den Viersaiter. Von 1998 bis 2008 veröffentlichen Fury in the Slaughterhouse sechs weitere Alben, dann soll endgültig Schluss sein. Mit einer großen Abschiedstour, deren letzten Gig sie unter dem Titel „Farewell & Goodbye Tour 2008” in Bild und Ton für die Ewigkeit festhalten, bedanken sich die sechs Musiker bei ihren treuen Fans – nicht ahnend, dass es lediglich ein Abschied auf Zeit wird. Die Brüder Wingenfelder machen derweil als Pop-Duo unter ihrem Familiennamen von sich Reden. Auch Gitarrist Christof-Stein-Schneider hat mit „Wohnraumhelden” seit 2002 ein weiteres Eisen im Feuer.
Als sich Fury in the Slaughterhouse 2013 in ihrer Heimatstadt noch einmal die Live-Ehre geben, merken sie schnell: Die Leute haben sie nicht etwa vergessen, im Gegenteil, sie strömen in Scharen zum Heimspiel ihrer musikalischen Helden. 2017 sieht es nicht anders aus, als die Tickets für die drei angekündigten Jubiläumskonzerte weggehen wie warme Semmeln. Im selben Jahr erscheinen außerdem das mit sechs neuen Songs verfeinerte Best-of-Album „30” sowie „Little Big World – Live & Acoustic”. Angesteckt von der Euphorie der Fans, pfeifen Fury in the Slaughterhouse auf ihre Auflösung und kündigen zuerst weitere Live-Shows und 2020 schließlich das Album „NOW” an. Damit bestätigen sie ihr eigenes Motto: „Man muss auf alles gefasst sein, aber auch auf das Gute”.
Neuere Songs wie „Letter to Myself”, „Sometimes (Stop to Call)” oder „Beauty” fügen sich mühelos in den Bandkatalog von Fury in the Slaughterhouse ein und zeigen, dass die Sechs mit ihrer Reunion alles richtig gemacht haben. Und die Reise geht weiter: Im Juli 2023 veröffentlicht die Band das Studioalbum „Hope“. Außerdem starten sie die Aktion „Hoffnung verändert alles“, mit der sie ausgewählte NGOs wie Sea Shepherd, Dunkelziffer e.V. und Stark gegen Krebs unterstützt. 2024 veröffentlichen sie zur zweiten Phase der Aktion den Song „Everyday Heroes“.