Man kennt David Striesow von Film und Fernsehen. Doch diesmal kommt der sympathische Schauspieler weder als Bach noch als der Mann, der "dann mal weg war" zu uns. Diesmal nimmt uns der Mime mit auf einen amüsanten Horrortrip durch die gruselige Welt der Literatur - so von E. A. Poe über Ambrose Bierce bis Bram Stoker. Aber auch der subtile Horror eines Jaroslav Rudis fehlt nicht. Lehnen wir uns zurück und hören zu, wie David Striesow die Bücher aufschlägt und sich quietschend die schwere Tür zu den dunklen Katakomben öffnet. Eine gekonnte Pause, ein vielsagender Blick ins Publikum, schon werden sie lebendig, die Gruselgestalten, Geister, bösen Clowns. Doch auch ein paar scheinbar normale Menschen lässt David Striesow auferstehen. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind eben auch nicht frei vom Grusel. Doch wir als Zuschauer werden nur heiter erschauern. Es könnte allerdings sein, dass sich die Ängstlichen auf dem Nachhauseweg einmal vorsichtig umschauen. Aber auch ihnen sei versichert, Gespenster gibt's nur im Theater. Ein köstlicher Gruselabend, der die Vielfältigkeit des talentierten Schauspielers zeigt.