Pulsierender Elektro-Pop, Fetisch-Outfits und Songtitel wie „Good Puss“, „WET“ und „BANG“ – COBRAH gehört zum Interessantesten, das die schwedische Musikszene derzeit zu bieten hat. Mit „IDFKA“ (I Don’t Fucking Know Anymore) erschien sie 2018 auf der Bildfläche. Seitdem liefert sie einen clubtauglichen Banger nach dem nächsten ab. Mit ihrem Look, ihrer Musik und ihrem offenen Umgang mit Sexualität und Queerness steht sie dabei für Freiheit und Selbstbestimmung.
Aufgewachsen in Göteborg und später in die Hauptstadt Stockholm umgezogen, findet sich Clara Blom Christensen, wie COBRAH mit bürgerlichem Namen heißt, irgendwann in der dortigen Fetisch-Szene wieder, von der sie sich in vielerlei Hinsicht inspiriert fühlt. Die Single „IDFKA“ markiert 2018 die Geburt von COBRAH. Einen Plattenvertrag hat sie zu diesem Zeitpunkt nicht – sie gründet kurzerhand ihr eigenes Label GAGBALL records. Auf diesem erscheint 2019 die EP „ICON“, die neben dem Titeltrack und der Debütsingle aus den Titeln „U KNOW ME“, „WET“ und „GLUE“ besteht.
Auf „ICON“ folgt „COBRAH“
2021 veröffentlicht COBRAH ihre zweite, selbstbetitelte EP mit abermals fünf Tracks: „DIP N DRIP“, „GOOD PUSS“, „GOOEY FLUID GIRLS“, „BANG“ und „DEBUT“ strotzen nur so vor Power und Selbstbewusstsein. Es scheint, als habe die Künstlerin ihren Sound gefunden. Gleichzeitig findet dieser Sound immer mehr begeisterte Hörer. Angesichts der treibenden Beats und COBRAHs ausdrucksstarker Art, ihre oft sehr intimen Lyrics vorzutragen, ist das nicht weiter verwunderlich.
Ausdrucksstark sind auch COBRAHs Musikvideos, das gilt schon für das spektakuläre, für den schwedischen Grammy nominierte Video zu „IDFKA“. Die stylischen Clips sind ein weiterer Baustein des Gesamtkunstwerks, als das die Newcomerin Aufsehen erregt. Allgegenwärtig in ihrem künstlerischen Schaffen ist eine große Experimentierfreude. Genau die ist wohl der Grund, warum ihre Musik so verdammt viel Spaß macht. Von COBRAH wird in Zukunft ganz sicher noch viel Spannendes zu hören und zu sehen sein.