Mit gerade mal 14 Jahren geht Christian Leave auf dem Videoportal Vine steil, wird schnell zu einem der populärsten „Viner“. Doch nichts ist für die Ewigkeit, das gilt umso mehr im schnelllebigen World Wide Web, und so widmet sich der junge Texaner nach dem Ende der Plattform verstärkt seiner Leidenschaft Musik. In diesem Feld besitzt er mindestens genauso viel Talent wie für witzige Videoclips – das stellt er 2016 mit seiner Debüt-EP „Hope“ unter Beweis. Seitdem begeistert Christian Leave mit Akustikgitarren-lastigen Indie-Songs der Sorte „Please Notice“, „Darling“, „10 Steps“ oder „Days Like Lost Dogs“.
Im Jahr 2000 geboren, wächst der Pastorensohn Christian Akridge mit Kirchenmusik auf: Seine Großeltern sangen in einer Gospelgruppe, seine ersten musikalischen Schritte macht er als Bassist in der Kirche seines Vaters. Vielleicht steckt deshalb heute so viel Seele in seinen Songs. Das was Christian Leave macht, könnte man als „Wohlfühlmusik“ beschreiben. Als Hörer fällt es leicht, sich mit den Lyrics zu identifizieren, dafür sorgt nicht zuletzt Christians ungemein beruhigende Stimme. Der Multiinstrumentalist begleitet sich selbst gerne mit der Gitarre und steht auch deshalb für handgemachte, ehrliche Musik.
Vom Internet-Darling zum gestandenen Musiker
Christian Leave hat den Charme des netten Jungen von nebenan. Man möchte mit ihm befreundet sein, mit ihm abhängen und lachen. Dazu ist er ein echter Mädchenschwarm: schon auf Vine brach er reihenweise Teenie-Herzen. Gleichzeitig wirkt er als Künstler bemerkenswert reif für sein Alter. Offensichtlich schäumt er geradezu über vor Kreativität. Nach „Hope“ erscheint mit „Trilogy“ eine zweite EP, bevor 2019 das erste Full-Length-Album „Heartbreak Room“ in den Regalen und auf den Streamingplattformen steht. 2021 legt der Sänger und Songwriter dann gleich zwei EPs vor: „Heavy Hitting Hurts My Head“ und „Days Like Lost Dogs“. Trotz dieser beachtlichen Output-Frequenz weiß Christian Leave nicht nur in Sachen Quantität, sondern vor allem mit der Qualität seiner Musik zu überzeugen.
Immer wieder beeindruckt der Youngster mit Songs, die mal so verträumt wie „Maybe“, mal tanzbar wie „Your Life Your Time“, daherkommen. In jedem einzelnen davon erzählt er eine persönliche Geschichte, der man nur allzu gerne zuhört. Aus dem einstigen Social-Media-Star Christian Leave ist ein „Adult“ geworden – und ein Ausnahmemusiker, von dem man garantiert noch viel hören wird.