Die kalifornische Band Black Flag gilt als eine der einflussreichsten Bands der frühen amerikanischen Hardcore-/Punkszene.
Bandgeschichte
Black Flag bildeten sich 1976 im Großraum Los Angeles und erspielten sich schnell einen legendären Ruf durch ihre energetischen Auftritte, die oftmals in Gewalt seitens des Publikums umschlugen.
So lebhaft wie ihre Auftritte war auch die Zusammensetzung der Band, deren einziges stetiges Mitglied Gitarrist Greg Ginn war. Zusammen mit Charles Dukowski, der anfangs Bassist der Formation war, gründete er das Plattenlabel SST Records, welches zahlreiche Wegbereiter des Punk und des Alternative Rock herausbrachte. Im Jahre 1986 löste sich Black Flag wegen kreativer, körperlicher und finanzieller Erschöpfung auf.
Ginn widmete sich SST Records und dessen Ablegern. Er gründete zudem zahlreiche Bands, die alle auf seinen Plattenfirmen veröffentlicht wurden, allerdings war keine von ihnen so erfolgreich wie zuvor Black Flag.
Dukowski spielte bei SWA und October Faction, während er auch noch Aufgaben bei SST nachging.
Henry Rollins gründete seine eigene Band und arbeitet mittlerweile auch als Verleger, Schauspieler und Autor. Er ist das einzige ehemalige Mitglied, dessen nachfolgende Projekte an den Erfolg von Black Flag anknüpfen konnten.
Bill Stevenson widmete sich seinen Projekten ALL und den Descendents.
Keith Morris formierte die Punkband Circle Jerks; Dez Cadena u. a. die DC3 und war zuletzt mit den Misfits auf deren Jubiläumstour zu sehen; und Kira Roessler wurde nach ihrem Informatik-Studium im Filmgeschäft als Sound-Editor tätig (z. B. für Insomnia). Gelegentlich tourt sie mit ihrem ehemaligen Ehemann Mike Watt in der zweiköpfigen Band DOS. Die anderen Mitglieder blieben zum Teil in der Musik aktiv oder verschwanden in die kalifornische Untergrundszene.
Der Name leitet sich von der traditionellen Schwarzen Flagge der anarchistischen Bewegung ab, die auch als Markenzeichen der Band diente. Das Bandlogo ist deshalb auch eine, aus vier schwarzen Balken bestehende, stilisierte Fahne. Entworfen wurde das Logo von Greg Ginns jüngerem Bruder, dem ersten Bassisten der Band Raymond Pettibon (eigentlich Raymond Ginn) der auch für die Gestaltung eines Großteils der Plattencover, Konzertflyer und Fanzines während der 1970er und 80er Jahre verantwortlich zeichnete.
Zum anderen bezieht sich der Name auf das amerikanische Schädlingsvernichtungsmittel „Black Flag“.
2013 kündigte die Band ihre Reunion an. Auch ein neues Album ist in Planung.
Musikalische Entwicklung
Im Laufe der Zeit und nach vielen Besetzungswechseln änderte sich der Stil der Formation allmählich vom Punk hin zu Doom Metal, und zum Ende hin flossen auch Jazz-Einflüsse mit ein. Henry Rollins, der später als Jazz-Fan bekannt wurde, nahm die Gelegenheit wahr, um erste Versuche im Bereich von Spoken-Word-Vorstellungen darzubieten.
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