Dass Benedikt Köstler eine umwerfende Stimme hat, erfährt Deutschland bereits 2017. Damals nimmt er als 16-Jähriger an der 7. Staffel von „The Voice of Germany“ teil – und geht als Zweitplatzierter aus der Gesangs-Talentshow heraus. Welche eigene musikalische Vision er verfolgt, das offenbart der begnadete Sänger 2024, als er unter dem Künstlernamen Ben Moon mit der Single „Holy“ debütiert. Und, holy moly, was für ein Song! Zudem klingt die Stimme heute noch ausgereifter, noch sicherer, noch kraftvoller. Aus dem The Voice-Kandidaten Benedikt Köstler ist der gestandene Singer-Songwriter Ben Moon geworden.
Da wo „Holy“ herkommt, gibt es noch mehr Songs dieser Sorte. So legt Ben Moon bald darauf mit der zweiten Single „Fucked Up Love“ nach und kündigt im gleichen Zuge seine Debüt-EP Nalepa für Juli 2024 an. Nicht wenige Zuschauer*innen von damals hofften insgeheim, dass Benedikt Köstler einmal eigene Musik herausbringen würde. Und als Beinahe-Gewinner bekommt er im Anschluss an die Sendung natürlich automatisch Angebote. Doch der Sänger widersteht der Verlockung einer schnellen Karriere und nimmt keines davon an. Viel lieber will er seinen eigenen Weg gehen, unabhängig bleiben und sich erst einmal die Zeit nehmen, sich als Künstler zu suchen und zu finden. Genau das ist in der Zeitspanne zwischen The Voice und „Holy“ passiert.
Ben Moons Entwicklung zum Singer-Songwriter
Mit 18 Jahren zieht das junge Talent von Nürnberg nach Berlin, um auf seine Musikkarriere hinzuarbeiten. Statt auf Geld und Berühmtheit setzt Ben Moon auf Substanz und Qualität. Dafür nimmt er Unterricht in Gitarre, Klavier und Gesang, setzt sich mit Kompositionslehre ebenso auseinander wie mit Musikproduktion. Außerdem reist er durch Europa, arbeitet mit verschiedenen Songwritern zusammen und verfeinert dabei seine eigenen dahingehenden Skills. Stück für Stück wächst Ben Moon als Sänger und Songschreiber und findet schließlich zu seinem eigenen Sound. Wie der klingt, demonstriert er eindrucksvoll mit seinen ersten beiden Singles „Holy“ und „Fucked Up Love“.
„Napalea“ entstand in Kollaboration mit der Grammy-nominierten Produzentin und Songwriterin Charlie MacClean, die Ben Moon in einem Instagram-Post als „One take wonder“ bezeichnet und sowohl von der Zusammenarbeit als auch von Ben als Mensch schwärmt. Wie sympathisch der Newcomer wirkt, davon kann man sich auf seinen eigenen Socials ein Bild machen. Dort lädt er auch Videos hoch, in denen er am Klavier Coverversionen von Songs anderer Künstler performt – machmal sogar auf Deutsch, etwa mit Liedern von Schmyt oder Trettmann. Im Grunde ist es aber vollkommen egal, was Ben Moon singt und auf welcher Sprache – seine Stimme verfehlt ihre Wirkung nie.