Hinter dem Namen Bastille verbirgt sich eine vier Mann starke britische Rockband. Die Indie-Rocker gehen noch vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums im ausverkauften Londoner KOKO Club auf die Bühne. Ihre ersten beiden Touren auf der britischen Insel absolvieren sie ohne großes Repertoire. Und auch Festivals wie das legendäre Glastonbury oder das Isle Of Wight nehmen die Jungs von Bastille bereits in ihren Anfangstagen ohne Schüchternheit mit. Belohnt wird die Band mit begeisterten Zuhörern, die sie seit ihren ersten Auftritten feiern.
Vom Solo-Projekt zur vierköpfigen Band: Bastilles Anfänge
Gegründet wird Bastille von Singer-Songwriter Dan Smith zunächst als Solo-Projekt. Der Geburtstag von Smith – der 14. Juli – ist Inspiration für den Namen: Er fällt mit dem französischen Nationalfeiertag zusammen, der an den Sturm auf die Bastille zu Beginn der Französischen Revolution erinnert.
Was als Soloprojekt von Dan Smith beginnt, wächst im Jahr 2010 durch Hinzunahme dreier Freunde zur Vier-Mann-Band. Das Quartett ahnt damals noch nicht, dass es sich um mehr als ein spaßiges Experiment handeln könnte.
Vom Netz ins Radio und weiter auf die großen Bühnen
Anfangs veröffentlichen die Jungs von Bastille ihre Tracks noch in Form von Mixtapes im Internet. Seine Liebe zum Film veranlasst Band-Gründer Dan Smith dazu, begleitende Videos aus Film-Sequenzen zusammenzuschneiden. Lizenzen dafür hat er offiziell zwar nicht, doch schon bald die Aufmerksamkeit vieler Follower.
Bastille erobern die Herzen ihrer Fans im Sturm – nicht nur in Großbritannien, sondern bald auch in anderen Ländern. Einen Festival-Sommer und viele Ticket-Verkäufe später unterzeichnen Bastille bei einem Indie-Label ihren ersten Plattenvertrag.
Bastilles musikalische Erfolge
Auf ihre erste Debütsingle, die im Sommer 2011 als Vinyl-Edition mit den beiden Songs „Flaws“ und „Icarus“ erscheint, folgt die „Laura Palmer EP“ – benannt nach einer Figur aus der US-Fernsehserie „Twin Peaks“. Der Song „Overjoyed“ gilt als erste offizielle Veröffentlichung von Bastille bei dem EMI-Sublabel Virgin Records.
Ende 2012 gelingt der Band mit einer erneuten Veröffentlichung ihres Songs „Flaws“ – diesmal als reguläre Single – der Einstieg in die britischen Charts. In Deutschland erklimmen Bastille 2013 mit der Auskopplung „Pompeii“ aus ihrem Debütalbum „Bad Blood“ erstmals die Charts. Der Song erreicht Platz 6 – in ihrer Heimat schafft er es sogar auf den zweiten Platz.
Der eingängige Synth- und Indie-Pop von Bastille findet schnell Anklang und läuft auf Radiosendern in ganz Europa. Aus dem Experiment von vier Freunden ist eine erfolgreiche Band geworden – und sie entschließen sich, in dieser Konstellation weiterzumachen: Bassist Will Farquarson, Keyboarder Kyle Simmons und Schlagzeuger Chris „Woody“ Wood bleiben Gründer Dan Smith auch über die Debüt-Platte hinaus treu.
Veröffentlichungen im Drei-Jahres-Rhythmus
Ein Großteil der Kreativarbeit geht nach wie vor auf Smiths Kappe. Zu seinen größten Inspirationen zählt Regisseur David Lynch, aus dessen Feder unter anderem die auf der „Laura Palmer EP“ besungene Serie „Twin Peaks“ stammt.
Drei Jahre nach dem Debüt erscheint mit „Wild World“ 2016 die zweite Platte von Bastille, weitere drei Jahre später folgt „Doom Days“. Der Erfolg der britischen Indie-Rocker ist nicht nur dem hohen Mitsing-Potenzial geschuldet. Auf ihrer dritten Platte beweisen die Jungs aus London, dass sie auch ernstere und gesellschaftskritischere Töne anschlagen können. Eingängige Melodien und Texte dürfen dabei in gewohnter Bastille-Manier natürlich dennoch nicht fehlen.
Mehr als Party-Hymnen: Bastille live erleben
Bastille schaffen mühelos den Spagat zwischen Indie-Party-Hymnen und nachdenklicheren Songs. Das Älter- und Reiferwerden der Bandmitglieder kommt in den neueren Stücken deutlich zum Ausdruck – ohne dabei etwas von der Tanzbarkeit einzubüßen, mit der sie seit ihren Anfangstagen in Verbindung gebracht werden. Ob im Rahmen eines Festivals oder auf Tour: Bastille und ihre Shows versprühen auch mit einem Hauch Melancholie noch pure Freude.