Das Trio a-ha zählt bis heute zu den weltweit erfolgreichsten Musikgruppen Norwegens. Mit ihrer Mischung aus Synth-Pop und Pop-Rock zählen sie zu den Giganten der europäischen Musiklandschaft und blicken auf eine langjährige Karriere zurück – angefangen in den 1980er-Jahren mit Hits wie „Take On Me“ und „The Sun Always Shines On T.V.“ über ihr 2000er-Comeback mit „Minor Earth, Major Sky“ bis hin zur vielbeachteten „MTV Unplugged“-Tour von 2017 bis 2018. Auch heute sind a-ha noch live auf Tour unterwegs.
Morten, Paul und Magne: Drei Namen, die bei Millionen Fans für ein Aha-Erlebnis sorgen. Tatsächlich lässt sich kaum überschätzen, wie groß der Einfluss des Trios auf viele heutige Bands und Solokünstler ist. So bezeichnet Chris Martin von Coldplay die Gruppe als seine erste Lieblingsband und auch U2s Adam Clayton oder Robbie Williams stehen zu ihrer Liebe zu a-ha.
Vom Debüt zum MTV-Welterfolg
Gegründet wird a-ha von Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy, Keyboarder Magne Furuholmen und Sänger Morten Harket im Jahr 1982 in Oslo. Der Bandname geht auf einen frühen Song von Pål und Magne zurück, den Morten in Påls Notizbuch entdeckt. Da die Musiker einen weltweit eingängigen Bandnamen suchen, passt kaum etwas besser als der Ausdruck positiven Erstaunens.
Obwohl a-ha als Newcomer noch nicht oho sind, ändert sich alles mit dem Umzug nach London: Mit Hilfe von Produzent John Ratcliff und Manager Terry Slater nehmen sie ihre erste Hit-Single „Take On Me“ (1984) auf. MTV verhilft dem Song 1985 zum internationalen Durchbruch. Das wegweisende animierte Musikvideo sorgt für Furore – und gewinnt 1986 sechs MTV Video Music Awards.
Die zweite Single „The Sun Always Shines On T.V.“ (1985) knüpft mit zwei MTV Video Music Awards an den Erfolg an. Doch „Take On Me“ ist bis heute einer der größten Erfolge von a-ha und erreicht Meilensteine in der Musikgeschichte. So ist der Song die erste Nummer-1-Single einer norwegischen Band in den US-Charts. Das Musikvideo knackt im Februar 2020 die Marke von einer Milliarde Views auf YouTube und ist damit erst das zweite 80er-Jahre-Musikvideo, das diesen Rekord für sich verbuchen kann.
Die frühe Glanzzeit der Musikgruppe reicht vom Debütalbum „Hunting High and Low“ (1985) über das vierte Album „East Of The Sun, West Of The Moon“ (1990) bis zur a-ha-Show beim Rock in Rio Festival 1991 mit Besucherweltrekord: 195.000 Zuschauer zieht es zu der Band ins Maracanã-Stadion – mehr als zu den ebenfalls auftretenden Künstlern Prince und Guns ’N’ Roses zusammengenommen.
Ersehnte Comebacks und MTV-Unplugged-Tour
Nachdem sich die Band ab 1993 zur Schaffenspause zurückzieht, wird ihr Auftritt bei der Nobelpreis-Verleihung 1998 zum auslösenden Moment fürs Comeback. Mit optimalem Timing und dem – Musikkritikern zufolge – perfekten Album „Minor Earth, Major Sky“ (2000) besinnen sich a-ha auf ihre Synthpop-Wurzeln. Das Album mit Single-Auskopplungen wie „Summer Moved On“ und „Velvet“ erreicht Platin-Status und führt zu heiß umkämpften a-ha-Tour-Tickets im neuen Jahrtausend.
Vor der zeitweisen Auflösung von a-ha nach der Tour zum 25. Bandjubiläum 2010 erscheinen noch drei Studioalben sowie das erste Live-Album „How Can I Sleep With Your Voice In My Head“ mit den größten Hits der „Lifelines“-Tour. Die Trennung besteht jedoch zum Glück nur fünf Jahre: Schon 2015 folgt das Reunion-Album „Cast In Steel“. Mit ihrer Show beim Rock in Rio Festival im Maracanã-Stadion schließt sich 2015 zum 30. Bandgeburtstag der Kreis in Erinnerung an ihren größten Live-Erfolg.
Eine neue a-ha-Ära bricht mit der MTV-Unplugged-Show auf der norwegischen Insel Giske, dem Album „MTV Unplugged – Summer Solstice“ und der MTV-Unplugged-Tour an. Das Synthpop-Urgestein verzichtet komplett auf Synthesizer und besinnt sich auf seine Stärke: eingängige und mitreißende Melodien. Der Erfolg gibt a-ha Recht: Die Tickets für die Akustiktour verkaufen sich innerhalb kürzester Zeit.
Auch die 2019 folgende „Hunting High And Low“-Tour und die Dokumentation „a-ha: The Movie“ zur Bandgeschichte mit all den Höhen und Tiefen bekräftigen das a-ha-Revival. Absolutes Highlight der Tour: Die Band spielt ihr Debütalbum erstmals in voller Länge. 2022 folgt das Album „True North“, begleitet vom gleichnamigen Film und der Wiederaufnahme ihrer „Hunting High And Low“-Tour.