Bild: Jakob Marwein
Mit „SYNDROM STOCKHOLM“ melden sich Haftbefehl und oddworld mit einem Urknall zurück. Nachdem der Rapper und das Producer-Duo nach der vielbeachteten und schonungslosen Doku über das Leben des Offenbacher Urgesteins bereits zusammen den Song „dünya garip“ veröffentlicht hatten – und mit Anklängen an kurdische Pop-Musik überraschten – gibt’s jetzt wieder auf die Fresse Rap.
Haftbefehl galt lange als Symbol für die Straße, doch „SYNDROM STOCKHOLM“ verschiebt diesen Blick. Der Song ist keine Milieuskizze, der immer auch eine Gefahr der Verherrlichung innewohnt, sondern ein regelrechter Aufschrei gegen soziale Kälte, Verdrängung und strukturelle Ungerechtigkeit. „Scheiß mal auf Maybach, Geld, Luxus. Sie schalten den Strom ab. Du frierst, es ist dunkel“, sagt er und beklagt offensiv die Koks-Seuche, die längst über alle Bereiche der Gesellschaft hereingebrochen ist.
Neben dem brachialen Song ist auch ein aufwendiges Musikvideo erschienen. Für gewöhnlich ein recht sicheres Indiz dafür, dass auch ein Album in Planung sein dürfte. Was sicher ist: Im September und Oktober 2026 wird Haftbefehl auch endlich wieder Arena-Konzerte spielen. Shows in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin sind zum jetzigen Stand geplant. Der Vorverkauf läuft.