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SLIPKNOT live in Hamburg: Bilder und Bericht vom Maskenmassaker!

19.02.2020 von Ben Foitzik

Was für ein Abend: Slipknot gastierten in der ausverkauften Barclaycard Arena in Hamburg und belegten auf eindrucksvoll schauerliche Weise, dass der Plattentitel „We Are Not Your Kind“ nicht übertrieben ist. Diese US-Band schlägt ohne Frage aus der Art – in dem Sinne, dass sie absolut einzigartig in der Musikwelt ist. Da können sich andere Metal-Truppen noch so garstige Masken aufsetzen und superböse ins Mikro keifen – gegen Corey Taylor und die anderen Slipknot-Berserker wirken die meisten von ihnen einfach nur albern.

Schon mit der Wahl der Vorband zeigten Slipknot auf ihrer sechs Dates umfassenden Deutschlandtour, dass sie sich im wahrsten Sinne einen Teufel um Massenkompatibilität scheren und stattdessen ihrem eigenen Gusto folgen: Die polnische Kakophonie-Walze Behemoth war am Start und möllerte die versammelten Trommelfelle und Gedärme zu Brei. Kommentar einer sichtlich schockierten Foto-Kollegin nach dem Behemoth-Auftritt: „Jetzt komme ich definitiv nicht mehr in den Himmel.“ Definitiv.

Slipknot: Wucht und Wut!

Danach gab’s dann die (wunder)volle Dosis Slipknot-Irrsinn: Wie von Geisterhand verflüchtigte sich der verhüllende Bühnenvorhang und offenbarte die wilde Laufknotenschar um Frontmann Corey Taylor. Den Auftakt machten die US-Metal-Giganten mit „Unsainted“ vom aktuellen Album „We Are Not Your Kind“ und tankten sich anschließend mit unnachahmlicher Wucht und Wut durch ihren großartigen Song-Katalog: Von Klassikern wie „Disasterpiece“, „Wait And Bleed“, „Duality“ und (als Zugabe) dem unheiligen Track-Trio „(sic)“, „People = Shit“ und „Surfacing“ bis zu neuen Krachern à la „All Out Life“, „Solway Firth“ oder „Birth Of The Cruel“ – Slipknot beeindruckten mit ihrer unbändigen Spielfreude und einem gigantischen Bühnenbild, das jedem der neun Maskenmusikanten die perfekte Spielfläche bot.

In der Mitte natürlich wie immer Corey Taylor, daneben die Gitarristen Jim Root und Mick Thomson sowie an den Flanken auf ihren erhöhten Podesten die Trommelberserker Clown und Tortilla Man. Weiter hinten trieben hingegen Bassist Alessandro Venturella, Stachelkopf Craif Jones und Turntable-Master Sid Wilson ihr Unwesen. Trotz aller Show konzentrieren sich die Amis jedoch stets auch auf die Musik und lassen ihre Maskierung somit nie zum Selbstzweck verkommen.

Slipknot im Sommer noch mal Open Air

Keine Frage: Slipknot haben abgeliefert, wie immer eigentlich. Im Juli und August können wir die Jungs dann noch einmal live in Deutschland erleben: Am 31. Juli spielen sie im RheinEnergieSTADION in Köln, am 7. August in der wunderschönen Waldbühne in Berlin – wer noch kein Ticket für diese massiven Metalmassaker hat, sollte sich schnell eins besorgen!

Hier gibt’s jetzt noch ein paar Bilder von Corey & Co. – weiter unten findet ihr die Setlist von der Hamburg-Show.

Slipknot Hamburg 2020 - Setlist

Unsainted
Disasterpiece
Eeyore
Nero Forte
Before I Forget
New Abortion
Psychosocial
Solway Firth
Vermilion
Birth of the Cruel
Wait and Bleed
Eyeless
All Out Life
Duality

Zugabe:
(sic)
People = Shit
Surfacing

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