Bild: TVNOW / Markus Hertrich
Wie doch die Zeit vergeht: Mit Gastgeber Michael Patrick Kelly hatte gestern der letzte der sieben Künstler der diesjährigen Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ seinen Song-Abend. Ein Abend, der erwartungsgemäß zur wilden Achterbahnfahrt der Gefühle wurde – mit Tränen und Schweigeminute, aber auch Gruppenkuscheln und finaler Salsa-Party.
„Die Grillen zirpen heute besonders schön“, bemerkte Nico Santos am Anfang der Show. Anscheinend ahnten auch die südafrikanischen Langfühlerschrecken, dass ihnen ein denkwürdiger musikalischer Abend bevorstand, zu dessen Beginn Michael Patrick Kelly seine Gäste LEA, Jan Plewka, MoTrip, Ilse DeLange, Max Giesinger und Nico Santos offiziell in seine Freunde-Familie aufnahm. Den perfekten Auftakt lieferte anschließend LEA mit ihrer Version von „Friends Are Family“, bei dem sie die Strophen auf Deutsch und den Refrain auf Englisch sang. „So schön, so schön!“, freute sich Song-Owner Michael Patrick Kelly am Ende ihrer Performance, die den ersten Group Huddle auslöste.
Danach trat Jan Plewka auf den Plan, der sich des Songs „Little Faith“ angenommen und diesen im „old Selig style“ umgebaut hatte. Im grünen Iren-Pulli von seiner Tochter schmetterte er die Nummer auf Englisch und tanzte zum Erstaunen der Kollegen wie ein 22-Jähriger Jüngling über die Bühne. „Ich bin irgendwann mit 25 hängengeblieben“, verriet Plewka anschließend und gab auch eine perfekte Begründung dafür: „Irgendein Drink war schuld!“ Von diesem Gesöff hätten wir ehrlich gesagt auch gerne mal gekostet, wenn das dabei herauskommt. Und nicht nur Paddy war begeistert: „Meeeega! Viel besser als meine Version“, adelte er die Plewka-Interpretation, die er sich für seine eigenen Liveshows „klauen“ wollte.
Bevor anschließend MoTrip auf die Bühne trat, stellte der Rapper eine Frage, die auch vielen Fans immer noch auf der Seele brennt: „Vermisst du manchmal deine Familie?“ Paddy erzählte, wie er aufgrund des großen Drucks, der schon als 18-Jähriger auf seinen Schultern lastete, die Leidenschaft für die Musik verlor, und antwortete dann recht deutlich: „Ehrlich gesagt vermisse ich es nicht.“ Danach erklärte er auch, warum er kein Teil der Reunion der Kelly Family war: Er wollte nicht drei Jahre seines Lebens mit Nostalgie verbringen, sondern weiterhin eigene Wege gehen.
Nachdem das geklärt war, performte MoTrip den Song „Little Giants“, der von kleinen Helden handelt, die ihre Gesundheit und sogar ihr Leben für andere riskiert haben. Mo passte den Text aufs aktuelle Geschehen und widmete den Song damit quasi der #FridaysForFuture-Bewegung, bei der Kinder und Jugendliche das anmahnen, was von den Erwachsenen viel zu lange ignoriert wurde. „Zeit, dass wir den Laden renovieren“, lautete eine Zeile seines einmal mehr großartigen Texts. „Vielen Dank, Mo, das ging ganz tief“, lobte Paddy im Anschluss, und Max Giesinger befand: „Ein super-heftiger Texter.“
Danach ging der Gastgeber selbst auf die Bretter und spielte zum ersten Mal vor Publikum seine neue Single „Beautiful Madness“, die zur Zeit der Aufzeichnung in Südafrika noch nicht veröffentlicht war. Im Anschluss gab’s fröhliches Rudelkuscheln auf dem Sofa und Giesinger war sich sicher: „Das ist ein Hit!“ Wie wahr: Hier ist er noch mal!
Ilse DeLange war dann für das emotionale Highlight des Abends zuständig: Mit „Holy“ hatte sie sich den Song vorgenommen, der quasi Paddys Wiedergeburt als Musiker symbolisiert, da es der erste Song war, den er nach langer Zeit im Kloster geschrieben hatte. „Ein heiliges Werk, das man nicht beschmutzen darf“, sagte er in der einleitenden MAZ – doch wenn jemand eine solche Herausforderung meistern kann, dann Ilse DeLange: Ernst und ergriffen stand sie am Mikrofon und umhüllte den emotionalen Song mit ihrer wunderschönen Stimme. Damit traf sie nicht nur den „tiefsten Kern der Seele“ von Paddy, sondern knockte auch MoTrip förmlich aus. „Das war eine der schönsten Sachen, die ich je in meinem Leben gehört habe“, staunte der bewegte Rapper. Oder anders: Es war ein Auftritt von Ilse DeLange!
Im Anschluss ging es ins Stadion – zumindest vom Appel her: Max Giesinger machte aus Michael Patrick Kellys „Requiem“ eine Stadion-Rock-Hymne à la „Giesinger meets Coldplay meets Kings of Leon“. Und seine Ankündigung war keinesfalls zu hoch gegriffen – es hörte sich tatsächlich genau so an! Paddy rang bei diesem Song mit den Tränen, hatte er ihn doch für die Musikerinnen und Musikern geschrieben, die viel zu früh von uns gegangen sind. Daher gab’s danach auch eine Schweigeminute im Huddle. Ilse DeLange gestand danach: „Ich fand es sehr geil. Und auch sehr sexy.“
BTW: Max Giesinger ist der neue Talk-Gast in unserem HEADLINER Podcast!
Den Schlusspunkt setzte dieses Mal Nico Santos. Und er ließ es mächtig krachen: Seine Version von „Et voilà“ war eine groovige Justin-Timberlake-Nummer, bei der Nico sein Michael-Jackson-Faible beim Gesang und in seinen Dance-Moves auslebte, mit Ilse eine feurige Salsa-Einlage aufs Parkett legte und den Abend mit einem echten Knall enden ließ. „Das war Party pur“, frohlockte Michael Patrick Kelly, der anschließend die Kalimba des Abends erwartungsgemäß an Ilse DeLange überreichte und folgendes Resümee zog: „Ich werde diesen Abend nie vergessen.“
Klingt gut, lassen wir so stehen!
Unvergessliche Abend stehens uns mit Sicherheit auch bei den bevorstehenden Live-Shwos von "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" bevor: Neben den Terminen in Köln, Berlin und Hamburg gibt's jetzt übrigens auch einen in München! Hier gibt's Tickets für "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert Live 2021".
Absolut ans Herz legen können wir euch das aktuelle Album von "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert, Vol. 7", auf dem sich wie immer alle musikalischen Highlights der neuen Staffel finden. Und das sind ziemlich genau 50 Songs!
Hier könnt ihr übrigens noch mal unsere Rückblicke auf die bisherigen Folgen nachlesen:
[Bilder: TVNOW / Markus Hertrich]