Bild: Max McGuire
Man nehme eine hochkarätige Besetzung, Metal gemischt mit eingängigen Melodien und eine energiegeladenen Grundstimmung - raus kommt eine Band, die vielversprechender nicht sein könnte: Seven Hours After Violet. Hinter diesem außergewöhnlichen Namen steckt niemand Geringeres als Shavo Odadjian, der als Bassist von System Of A Down bekannt geworden ist. Gemeinsam mit Taylor Barber (Left To Suffer), Michael Montoya alias Morgothbeatz, Josh Johnson (beide Winds Of Plague) und Alejandro Aranda hat er eine Band ins Leben gerufen, die sich in keine Schublade stecken lässt und gerade deswegen für viele so interessant ist.
Musikalisch bewegt sich Seven Hours After Violet zwischen Alternative Metal, Metalcore und Modern Metal, wobei die Band immer wieder mit Post-Rock-Elementen spielt. Die Songs sind geprägt von atmosphärischen Klanglandschaften, die sich mit harten Riffs, elektronischen Einflüssen und einer großen Portion Melancholie verbinden. Die Texte handeln oft von Themen wie Schmerz, Lebendigkeit und der Suche nach der eigenen Identität. Das Besondere: Die Mitglieder bringen jeweils ihre ganz eigenen musikalischen Hintergründe ein, was den Sound und die Inhalte der Band so vielseitig macht. Shavo Odadjian selbst beschreibt das Projekt als die kreativste und freiste Arbeit seiner Karriere und hebt hervor, dass er sich bei Seven Hours After Violet erstmals von allen Konventionen lösen kann.
Die Entstehungsgeschichte der Band begann ursprünglich als Solo-Projekt von Shavo Odadjian. Nach jahrelanger Pause von System Of A Down entschloss sich der Musiker, ein eigenes Projekt zu starten. Als er anfing, befreundete Künstler mit ins Boot zu holen, entwickelte sich schnell eine Band, die mit ihrer Debütsingle „Paradise“ aus dem Juni 2024 sofort für Aufmerksamkeit sorgte. Diese Single legte außerdem den Grundstein für das Debütalbum der Band, welches im Oktober 2024 erschien.
Seitdem geht es für Seven Hours After Violet steil bergauf. Nach ihrem Live-Debüt in Kalifornien folgten schnell weitere Shows, und dieses Jahr steht die Band erstmals mit einer eigenen Headliner-Tour in Europa auf der Bühne. In Deutschland machen sie Anfang Juni in Berlin und Köln Halt. Außerdem sind sie dieses Jahr noch auf den Bühnen großer Festivals wie Rock am Ring, Rock im Park und dem Nova Rock zu sehen.
Die Zukunft für Seven Hours After Violet könnte kaum rosiger aussehen. Mit einer Headliner-Tour und Festivalauftritten vor großem Publikum ist die Band auf dem besten Weg, sich im modernen Metal einen Namen zu machen. Shavo Odadjian selbst beschreibt das Projekt als das Beste, was er seit System Of A Down gemacht hat – und die Fans dürfen gespannt sein, wohin die Reise noch führt.