Bild: Daniel Sommer
Vor wenigen Tagen erst kündigten Schandmaul ihr neues Album „Sternensegler“ für den 11. September 2026 an, jetzt enthüllt die Folk-Rock-Band den Titeltrack inklusive Musikvideo. Mit ihrem zwölften Langspieler segeln Schandmaul nicht nur zu den Sternen, sondern auch in eine neue Zukunft – „Sternensegler“ ist das erste Album mit dem im letzten Jahr eingestiegenen Sänger Till Herence. Das neue Bandmitglied, das Thomas Lindner am Mikrofon ersetzt, heißt eigentlich Marco Klingel und ist ein langjähriger Wegbegleiter der Formation. Lindner gibt den Posten als Sänger nach seiner überstandenen Krebserkrankung frei, bleibt aber als Songwriter und Musiker, etwa an der Gitarre, Teil von Schandmaul.
Auf ihrer neuen Single balancieren diese zwischen Leichtigkeit vermittelnden Melodien und Lyrics voller Tiefgang. Nach den schwierigen vergangenen Jahren, präsentieren sich Schandmaul mit „Sternensegler“ als starke, hell strahlende Einheit. Und sie sind bereit für eine neue Reise, wie sie verkünden: „Meine Damen und Herren, hier spricht ihr Kapitän. Wir haben Rückenwind und starten endlich wieder. Wohin die Reise geht, ist egal. Wir sind gemeinsam an Bord und freuen uns auf alles, was kommt.“
Auf der „Sternensegler“-Trackliste findet sich auch der im Mai 2025 veröffentlichte Song „In der Hand“, mit dem Till Herence seinen Einstand als Sänger feierte. Seine Live-Premiere mit Schandmaul hatte er bereits zuvor absolviert, als er bei einigen Konzerten für Thomas Lindner eingesprungen ist. Dafür dass die Band optimistisch und von Freude getrieben aus ihrem vorherigen Hafen ablegt, ist der mitreißende Opener „Nimm alles mit“ der beste Beweis. Im weiteren Albumverlauf zeigen Schandmaul, wie vielseitig Folk-Rock sein kann, von ruhigen Liedern wie „Nosferatu“, „Wo Sprache aufhört“ und der Liebesballade „Trag dich“ über „Beide Füße in der Luft“, bei dem die harte Seite der Gruppe zum Vorschein kommt bis zum „Flagge“ betitelten politischen Statement für Vielfalt. Und natürlich fehlt es auch nicht an Songs, die zum Mitsingen einladen, darunter „An beiden Enden“. Mit „Zwei Raben“, für das Schandmaul Laura Fella von Faun ins Boot holten, lenken die „Sternensegler“ ihren Kahn schließlich in einen sicheren neuen Hafen.
Neben dem aus elf Tracks bestehenden Album hat der „Sternensegler“ noch eine zusätzliche Fracht geladen: Einige Editionen kommen mit einem Bonusalbum daher, das instrumentale Harfen-Versionen von sieben Titeln sowie die im vergangenen November erschienene Single „Räuber und Narren“, eine Kollaboration von Subway To Sally mit Schandmaul, enthält.