Bild: Atlantic Mod
Neue Woche, neuer RAPWOCH. Zum vierten Mittwoch des Jahres 2020 melden wir uns zurück mit unserem kleinen Überblick über die letzten Tage in Sachen Rap und zwar der nunmehr 29. Ausgabe. Neben Tournews gibt’s zum neuen Jahr eine Menge Gerüchte, Albumankündigungen, neue Singles und so weiter und so fort.
Lupe Fiasco gehört längst zu den ganz großen Namen im US-Rap-Game. Hat einen Grammy gewonnen, arbeitet mit den ganz großen Namen zusammen. Egal, ob mit Rap-Kollegen wie Ty Dolla $ign, Trey Songz oder Kanye West oder Pop-Superstars wie John Legend oder Ed Sheeran. Zuletzt bewies er mit seinem 2018 erschienenen Album „Drogas Wave“, wie breit sein Sound aufgestellt ist. Und jetzt kündigt er zum ersten Mal Tourtermine im deutschsprachigen Raum an. Bereits im Mai geht’s nach Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Wien und Zürich. Der Vorverkauf bei EVENTIM startet am Freitag, den 24. Januar um 10 Uhr.
>>> Das aktuelle Album „Drogas Wave“ auf Spotify
Kevin Gates hat sich beinahe 10 Jahre Zeit gelassen für sein Debüt. Von 2007 an hat er regelmäßig Mixtapes gedroppt – und damit natürlich auch für Aufhorchen in der Szene gesorgt. Das erste Album erschien dann aber in der Tat erst 2016, konnte allerdings dann auch gleich Doppelplatin einheimsen. Was lange währt, wird endlich gut.
2019 hat er dann mit „I’m Him“ einen mehr als würdigen Nachfolger rausgehauen. Und mit dem kommt er auch nach Deutschland. Der Vorverkauf für die Konzerte im April in Hamburg, Berlin und Köln ist bei EVENTIM gestartet.
Im 187-Camp werden die Motoren gerade wieder auf Hochtouren gebracht. Bonez feiert auf Instagram nicht nur 20 Millionen Klicks für „Honda Civic“, sondern auch den bunten Output seiner lackierenden Crew-Kollegen. Und dann steht ja auch noch das neue Gzuz-Album in den Startlöchern, von dem wir seit dem Wochenende schonmal ein Snippet hören dürfen. Übrigens: Diesen Freitag wird Bonez auch auf einer gemeinsamen Single mit einem altbekannten Strassenbanden-Sampler-Gast zu hören sein. Fatal aka BIG TOE hat den Song „Wasser“ auf Insta announced.
In „Superstar“ hat Ufo361 prophezeit: Ich mach einen Song mit Future klar – jetzt hat er es wirklich getan. Seit vergangenem Freitag gibt’s mit „Big Drip“ einen weiteren Vorgeschmack auf sein kommendes Album „Rich Rich“. Bemerkenswert an der Zusammenarbeit: Es wurden nicht einfach nur Vocals und Instrumentals über den Atlantik geschickt, sondern wirklich im Studio zusammengehockt und ein gemeinsames Video gedreht.
Für Spekulationen sorgt jetzt Offset von den Migos. Die Jungs sind sowohl mit ihren gemeinsamen Projekten als auch solo mega erfolgreich. Und neben der Musik mischen sie auch in Sachen Mode, Film und Entertainment kräftig mit. Er selbst hat jetzt auf Instagram ein Bild geteilt, das er mit der Caption „CULTURE 3 2020 LAST CHAPTER“ versehen hat. Dass es ein drittes Album aus der Culture-Reihe geben sollte war klar – dass das irgendwann dieses Jahr erscheinen wird jetzt auch. Aber ob mit Last Chapter nur die Reihe oder der gemeinsame Output der Migos gemeint ist?
Die Atzen haben in ihrer Karriere auf jeden Fall einen Spagat hinbekommen, den nicht viele schaffen. Obwohl sie am Ballermann und in den Charts megaerfolgreich waren, haben sie ihre Wurzeln im Untergrund-Rap nicht nur nicht vergessen, sondern auch über die Jahre gepflegt. Wie sie das hinbekommen haben, könnt ihr euch in dieser frisch veröffentlichten Doku anschauen.
Gleich drei schicke neue Musikvideos zu bereits erschienenen Alben gab es in den vergangenen Tagen aus Nord-, Mittel- und Süddeutschland. Samy Deluxe hat gerade erst sein neues Album „Hochkultur“ veröffentlicht, jetzt gibt’s das Video zu „Requiem“ – den Track hat sein Sohn produziert. Kummer veröffentlicht das Video zu seinem gemeinsamen Song mit Max Raabe, „Der Rest meines Lebens“. Und schließlich veröffentlich Rin kurz vor Tourstart den Clip zu „Alien“.
Auch wenn das Jahr noch ziemlich jung ist: „Trauben über Gold“ ist unter vielen Rap-Fans jetzt schon ein heißer Anwärter auf den Thron in Sachen „Album des Jahres“. Woran das liegt? Oldschool-Feeling ohne irgendwie hängengeblieben rüberzukommen, Texte die auf den Punkt kommen und straight up Rap statt autogetuntem Gesang.