Bild: Jack Coleman
Von den 80ern bis Anfang der 2010er waren die Beastie Boys fester Bestandteil der globalen Musikszene. „(You Gotta) Fight for Your Right to Party“ taugt noch heute dazu, jede noch so lahme Party in Gang zu bringen. „No Sleep till Brooklyn“, „So What’cha Want“ und „Sabotage“ sind weitere Hits der New Yorker. Der Tod von Adam „MCA“ Yauch bedeutete 2012 das Ende der zu dieser Zeit als Trio agierenden Formation. Seit dem 2011er Album „Hot Sauce Committee Part Two“ gab es keine neue Musik eines Beastie Boys-Mitglieds mehr – bis jetzt. Unter dem Titel „Switch Up“ bringt Drummer und MC Michael Diamond aka Mike D seine erste Solo-Single an den Start.
Einen großen Plan gab es für die Debütsingle nicht. Alles begann mit gemeinsamen Sessions mit Mikes Söhnen Davis und Skyler, die beide Mitglieder der Band Very Nice Person sind. Anschließend tat sich Mike mit wechselnden Musikerinnen und Musiker an verschiedenen Locations zusammen. Das Ergebnis dieses offenen kreativen Prozesses steht ab sofort auf allen gängigen Streamingdiensten sowie auf YouTube mit begleitendem Visualizer bereit.
„Switch Up“ profitiert von der Leichtigkeit, mit der der Track entstand – ohne starres Konzept und frei von Genre-Konventionen. Ein cooler Vibe, eine eingängige Hook und ein lebendiger Stilmix prägen Mike Ds Solo-Single. Zusammen mit Carter Lang übernahmen Very Nice Person – die Band von Mikes Söhnen – auch die Produktion von „Switch Up“. Der Mix geht auf das Konto von Derek „MixedByAli“ Ali, während der Künstler Thad Higa aus San Francisco das Single-Artwork gestaltete.
Der Song macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Allerdings ist derzeit nicht bekannt, ob der Beastie Boy tatsächlich weitere neue Musik folgen lassen wird. Völlig überraschend gab es am 11. April jedoch einen Live-Auftritt, bei dem Mike D ein Konzert seiner Söhne nutzte, um zwei Beastie Boys-Tracks zum Besten zu geben: „So What’cha Want“ vom 1992er Album „Check Your Head“ und „Looking Down the Barrel of a Gun“ vom Vorgänger „Paul’s Boutique“. Wenig später kündigte Diamond dann einige Pop-up-Shows in den USA an, wo er unter anderem im Plaza Nightclub in L.A. sowie in einem Surfshop in Malibu auftritt. Die Chancen stehen also gar nicht schlecht, dass wir in naher Zukunft noch mehr von Mike D hören werden. Und wer weiß, vielleicht plant er ja auch Konzerte in Europa und schaut dabei auch in Deutschland vorbei.