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Alternative

PUSCIFER veröffentlichen neues Musik-Video, kündigen Album & Konzerte in Hamburg und Berlin an

12.01.2023 von Nicole Pietzsch

Das Veröffentlichen von Remix-Versionen ihrer Alben hat bei Puscifer, dem oft elektrolastigen Projekt des Tool-Fronters Maynard James Keenan, längst Tradition: Zuletzt gab es „Money Shot: Your Re-Load“. So einige Leute dürften daher vermutlich bereits auf ein Remix-Album zur vierten Puscifer-Platte „Existential Reckoning“ warten. Und die ist nun auch tatsächlich angekündigt, und zwar für den 31. März und mit dem Titel „Existential Reckoning: Re-Wired“. Als kleinen Vorgeschmack präsentieren „MJK“, Mat Mitchell und insbesondere Carina Round schon einmal „A Singularity (Re-Imagined By Carina Round)“ in Form eines anrührenden Musikvideos.

Anrührend ist der Clip deshalb, da „A Singularity“ Keenans verstorbenem Hund MiHo gewidmet ist. Keenan erklärt dazu:

"Am 7. Oktober 2021 habe ich meine Muse verloren. Deadly Little MiHo verlor ihren zweijährigen Kampf mit Bauchspeicheldrüsenentzündung und Nierenerkrankung. Wir dachten, wir hätten sie Ende 2019 verloren, also geriet ich in Panik und schrieb dieses Lied für sie. Wir waren sicher, dass sie am Ende war. Aber wir wurden mit einer zweiten Chance und ein wenig mehr Zeit gesegnet. Ich teile solche Dinge nur selten. Zu schmerzhaft. Aber das hier kann man nicht für sich behalten. Wie ich bereits erwähnt habe, hat sie sich seit 2005 in den meisten meiner Gesangsspuren versteckt. Bei jeder Aufnahme war sie entweder in oder in der Nähe der Gesangskabine. Ihr Seufzen, ihr Bellen, Schnüffeln, Niesen. Ihr klimperndes Halsband. Ihr quietschendes Spielzeug. Meist schlecht getimt."

Carina Round, die den Song für „Existential Reckoning: Re-Wired“ überarbeitet hat, beschreibt ihren Ansatz folgendermaßen:

"Maynards Gesang macht aus diesem Song so etwas wie traurige Hymne und Ode an das Leben zugleich. Ich wollte, dass die Hauptstimme, der Bass und das Schlagzeug Anker in einem Meer aus durchdringendem Chaos sind. Eine Art kontrollierte Kakophonie der Feierfreude. Vertraut, aber ein bisschen beunruhigend. Die Hörner und Saxophone am Ende bewegen sich alle zusammen, aber irgendwie so lose, zerstreuen sich in Schaum, kommen dann wieder zu einer harmonischen Welle zusammen und brechen dann wieder ab, kaskadenartig. Ich fühle mich aufgeregt, wenn es vorbei ist, und ich möchte wieder mitfahren. Vögel, ein Finkenschwarm, untermalen das Lied. Man kann ihre Energie spüren. Und darin ist Maynards einsames Pfeifen zu hören, das sie nachahmt. Derjenige, der sie am Leben erhält und seinerseits seine eigene Lebenskraft bezieht. Die Synergie von Gelassenheit und Chaos in einer tänzerischen Ehrfurcht".

Für die Neuinterpretationen der übrigen elf Tracks zeichnen einige namhafte Musikerkolleg*innen verantwortlich, darunter Trent Reznor und Atticus Ross, die sich „Apocalyptical“ vornehmen, „Bring Me The Horizon“-Keyboarder Jordan Fish und Schlagzeugerin Sarah Jones, die „Theorem“ ein neues Gewand verpassen, „Queens of the Stone Age“-Gitarrist Troy Van Leeuwen und sein Bandmate Tony Hajjar von der Supergroup Gone is Gone, die sich „Grey Area“ widmen sowie Tool-Bassist Justin Chancellor, der „UPGrade“ gemeinsam mit Scott Kirkland neu interpretiert. Man darf also gespannt sein, was da in Form von „Existential Reckoning: Re-Wired“ auf uns zukommt.

Auf uns zu kommen Puscifer dieses Jahr auch ganz wörtlich und in Fleisch und Blut, nämlich im Rahmen einer Tour, bei der erfreulicherweise auch Deutschland auf dem Plan steht. Im Juni spielen Keenan und Co. eine Show in Hamburg und zwei in Berlin. Eine seltene Gelegenheit, die sich Fans nicht entgehen lassen sollten – zuletzt gastierte die Band vor sieben Jahren in Europa!

Der Vorverkauf bei EVENTIM startet am Freitag, den 20. Januar um 10 Uhr. Wenn ihr nochmal erinnert werden wollt: Meldet euch für den Ticketalarm von Puscifer an.

Puscifer Ticketalarm
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