Bild: Abby Waisler
Ein Bett im Zuschauerraum, viele Schleifen im Haar, eine besondere Premiere und eine Künstlerin, die gemeinsam mit ihren Fans jeden ihrer Songs voller Gefühl in eine Halle voller Lichter singt: Das war das Konzert von Gracie Abrams am 19. Februar in der Hamburger Sporthalle.
Die Sängerin Dora Jar, die auch schon im Vorprogramm der Welttournee von Billie Eilish 2022 und 2023 zu sehen war, eröffnet den Abend. Doch die 28-jährige Pop-Sängerin musste sich vor der gemeinsamen Tour durch Europa mit Gracie Abrams einer sonderbaren Kritik stellen. Ein Fan hatte zwei Wochen vor dem Tourstart in Madrid eine Petition gestartet, die das Ziel hatte, Dora Jar aus dem Vorprogramm zu streichen. Ihre Musik sei nicht energiegeladen und bekannt genug, um Fans für das nachfolgende Konzert von Gracie in Stimmung zu bringen. Die Petition ist nicht mehr online. Dora Jar nahm das ganze gelassen und Gracie Abrams teilte in ihrer Story auf Instagram, dass sie das alles „uncool“ und „bizarr“ fände. Das Publikum in der Hamburger Sporthalle sieht das offenbar genauso: Die Halle ist voll und die Fans von Gracie Abrams machen Lärm für die Sängerin.
Das freut auch Gracie Abrams, die nach den ersten Songs „Felt Good About You“, „Risk“ und „Blowing Smoke“ in ihren ersten Worten auf der Bühne sagt:
„Ich habe gehört, wie ihr für Dora gejubelt habt. Sie gehört zu meinen Lieblingskünstlerinnen. Es ist ein Traum, mit ihr auf Tour zu gehen.“
Dann beginnen knapp zwei Stunden ihrer Show voller Emotionen und ganz besonderen Live-Momenten, die die Sängerin so nah mit ihren Fans verbringen möchte, wie es geht.
„Fühlt, was ihr fühlen möchtet, drückt es aus, wie ihr wollt, schreit tanzt, sing, weint – was ihr wollt. Das ist unsere Zeit.“
Die ausverkaufte Hamburger Sporthalle, die Platz für 7000 Menschen bietet, ist eins der kleinsten Venues der Tour, erzählt die Sängerin während der Show und gesteht: „Ich habe wirklich schlechte Augen und trage fast nie eine Brille – aber hier kann ich euch alle sehen!“ Alles fühlt sich nah und persönlich an. Besonders, als die Singer-Songwriterin plötzlich mitten im Zuschauerraum in ihrem Schlafzimmer sitzt. Mit Bedroom-Pop und Zoom-Konzerten während der Pandemie begann Gracie Abrams Karriere. Heute holt sie diesen Abschnitt ihres Lebens mit einem Bett, um dessen Kopfteil eine Lichterkette gewickelt ist, ihrem Keyboard und einer Nachttischlampe in die Gegenwart. Das Einzige, was fehlt sind die Wände. Gracie gesteht, dass sie während der ersten Zoom-Konzerte sehr schüchtern und introvertiert war. Davon ist, wenn sie jetzt mit ihrer Gitarre auf dem Bett sitzt, kaum noch etwas zu spüren. Gracie spielt „Stay“, einen Song, den sie 2019 veröffentlicht hat, und erzählt, dass sie in diesem Setting ihre ersten Lieder geschrieben hat. Und dann erlebt das Publikum in Hamburg eine besondere Premiere:
Gracie Abrams spielt einen Teil des neuen Songs, den sie gemeinsam mit Selena Gomez und deren Verlobten Benny Blanco veröffentlichen wird. Sie spielt „Call Me When You Break Up“ zum ersten Mal live. Hier könnt ihr sehen und hören, wie das klingt:
Schon seit Tagen freuen sich Fans auf diese Zusammenarbeit, die die Kollaboration des Jahres werden könnte. Benny Blanco veröffentlichte bereits ein Video, in dem die beiden Künstlerinnen zu sehen waren und auch Selena sorgte mit einem Video, in dem sie zu einem Ausschnitt des neuen Songs lipsynct, für Aufregung.
Update 21.02.2025
Zwischenzeitlich wurde die Single mit Musikvideo veröffentlicht.
Neben Hits wie „That’s So True”, „Close To You” oder „I Love You, I’m Sorry” ist „Call Me When You Break Up” eines der Highlights des Abends. Gracie verzaubert ihr Publikum mit ihrer sympathischen Art – egal ob in der Menge, mit ihrer Gitarre oder am Keyboard. „I love you“, sagt die Sängerin mehr als nur einmal an diesem Abend und ihre Fans rufen ihr das gleiche zu.
Die weiteren Konzerte in Deutschland der „The Secret of Us“-Tour sind bereits ausverkauft. Falls ihr informiert werden möchtet, wenn auf eventim.de neue Tourtermine bekannt gegeben werden, meldet euch am besten direkt bei unserem Ticketalarm an.